Bunter Stadtrat in Helmstedt – die CDU hat die Mehrheit

von Katja Weber-Diedrich

Helmstedt. Die Bürgermeisterkandidaten haben den Parteien, die sich zur Wah des Helmstedter Stadtrates gestellt haben, die meisten Stimmen eingebracht. Insbesondere Wittich Schobert auf Listenplatz eins der CDU brachte seine Partei voran, steuerte er doch 6.846 der insgesamt 16.571 auf die CDU-Bewerber entfallenen Stimmen bei. Damit wurden die Christdemokraten die stärkste Kraft im Stadtrat und erzielten 40,87 Prozent der Wählerstimmen, was 15 Sitze im neuen, 38 Sitze umfassenden Rat bedeutet.

Die SPD kam auf 33,68 Prozent und 13 Sitze. Und auch bei ihr sammelte Bürgermeisterkandidat die meisten Stimmen – 3.828 Wähler setzten hinter seinen Namen ein Kreuz, für die SPD-Bewerber ingesamt taten dies 13.665 Wähler.

Einen Sitz verloren hat die AfD im Stadtrat. Mit 6,39 Prozent erhielt sie zwei Sitze. Dieselbe Anzahl haben die Grünen (4,17 Prozent) und die FDP (4,71 Prozent) erlangt. Für 3,71 Prozent der Stimmen erhält die Linke einen Sitz. Jeweils ein weiterer Sitz geht an die HWG (1,88 Prozent), die UWG Stadt Helmstedt (1,68 Prozent) und die NPD (1,87 Prozent). Nicht in den Stadtrat schaffte es die neue Partei NEO, die 1,05 Prozent der Stimmen auf sich vereinte.

Laut dem vorläufigen Ergebnis setzt sich der Helmstedter Stadtrat zusammen aus folgenden Personen:
Für die SPD sind gewählt Hans-Jürgen Schünemann, Uwe Strümpel, Michael Gehrke, Margrit Niemann, Dirk Zogbaum, Ina Klimaschewski-Losch, Klaus Junglas, Heiko Jeglortz, Margit Grune, Petra Wiesenborn, Andreas Fox, Alexandra Girod-Blöhm und neu dabei Torsten Koch; Bei der CDU wurden Wittich Schobert, Elisabeth Heister-Neumann, Norbert Dinter, Cornelia Bosse, Friedrich-Wilhelm Diedrich, als „Neuer“ Ronald Matar, Christian Romba, Dr. Stefan Weferling, Martin Ryll, als „Neue“ Kathleen Radeck, Wolfgang Kalisch, Stephanie Altrock, Charitha Rosinski, Egbert Rippel und Hans-Henning Viedt gewählt. Da Wittich Schobert Bürgermeister bleibt, dürfte sein Stadtratsplatz an den nächsten auf der CDU-Liste übergeben. Das wäre in diesem Fall Christian Duckstein.
Bei der AfD nicht mehr dabei ist Stefan Broughman. Es sind nur noch Axel Waterkamp und Stefan Reinhold gewählt worden. Bei den Grünen gibt es einen Wechsel. Zu Wilfried Winkelmann gesellt sich nunmehr Thomas Stein. Bei der FDP bleibt mit Petra Schadebrodt und Guido Ide alles beim Alten. Auch Friedrich Preuß (NPD) und Ulrich Engelke (Linke) wurden wiedergewählt. Neu für die UWG Stadt Helmstedt dabei ist Verena Ahrendts – Gabriele Gogolin schaffte die Wiederwahl nicht. Und die HWG vertritt Mike Cohn.

Die Ortsräte

In der „neuen“ Stadt Helmstedt gibt es nach dem Zusammenschluss mit der Gemeinde Büddenstedt vier Ortsräte. Im Barmker Ortsrat wurde dabei der Sitz der AfD gegen einen Sitz für die Grünen ausgetauscht. Mit 59,31 Prozent der Stimmen siegte die CDU und erhält damit vier Sitze. Die SPD kam auf 24,69 Prozent und behält damit ihre zwei Sitze. Die AfD schaffte den Wiedereinzug in den Barmker Ortsrat mit 5,23 Prozent der Stimmen nicht, dafür aber die Grünen, die auf 10,77 Prozent kamen. Vorläufig gewählt sind für die SPD Ina Klimaschewski-Losch und Michael Kutscher, für die CDU Ortsbürgermeister Dr. Stefan Weferling, Henrik Kramer, Jens Seidel, sowie Sabine Ryll und für die Grünen der Sprecher der Bürgerinitiative gegen das Gewerbegebiet Barmke/Rennau, Thomas Stein.

Im Büddenstedter Ortsrat lag die SPD deutlich vorn. Sie kam auf 50,26 Prozent der Stimmen und fünf Sitze, während die CDU 34,18 Prozent und drei Sitze errang, die HWG 15,56 Prozent und einen Sitz. Für die SPD im Büddenstedter Ortsrat sind Dirk Zogbaum, Axel Heineck, Michael Esbach, Michael Klinghardt und Uwe Goehrendt. Da es nur zwei Bewerber bei der CDU gab – Egbert Rippel und Stephanie Altrock – bleibt der dritte Platz unbesetzt. Die HWG wird von Uwe Lickfett vertreten.

Die größte Überraschung bei der Wahl zum Emmerstedter Ortsrat war die, dass Friedrich Preuß (NPD) es nicht ins Gremium schaffte. Er musste Platz machen für Axel Waterkamp, der erstmals mit der AfD für den Emmerstedter Ortsrat kandidierte. Die SPD kam in Emmerstedt auf 53,76 Prozent, was gleichzeitig bedeutet, dass sie ihre fünf Sitze behält. Die CDU erreichte 33,10 Prozent und weiterhin drei Sitze. Auf die AfD und den einen Sitz entfielen 4,99 Prozent, auf die NPD 4,85 Prozent, auf die Linke 3,30 Prozent. Vorläufig gewählt wurden damit für die SPD Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schünemann, Joachim Alder, Clemens Schünemann, Nadine Schrader und Reisewitz – damit wurden bei den Sozialdemokraten alle wiedergewählt. Bei der CDU gibt es einen Wechsel. Wiedergewählt wurden Gesa Kamrath und Friedrich-Wilhelm Diedrich. Neu hinzu kommt Fabian Nessel. Mit Axel Waterkamp ist der Emmerstedter Ortsrat komplett.

In Offleben ist die HWG die stärkste Kraft im neuen Ortsrat. Sie erhielt 38,97 Prozent der Stimmen. Die SPD wählten 34,12 Prozenz, die CDU 26,91 Prozent. In Sitzen bedeutet das, dass die HWG mit vier Personen vertreten ist, die SPD mit drei und die CDU könnte mit zweien im Ortsrat sein, wenn sie denn einen zweiten Bewerber gehabt hätte. Vorläufig in den Ortsrat gewählt wurden: Heiko Jeglortz, Günter Hahn, und Sabine Völkel für die SPD, Henning Jacobs für die CDU sowie Mike Cohn, Henning Germer, Christian Kahl und Joachim Wolter für die HWG.

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