Gewerbegebiet Barmke-Rennau: Kein Verfahren notwendig

von Katja Weber-Diedrich

Barmke. Für die weitere Planung des Gewerbegebietes Barmke-Rennau an der A2 ist kein Raumordnungsverfahren nötig. Das hat die Antragskonferenz des Zentralverbandes Großraum Braunschweig (ZGB) entschieden. Der ZGB hielt es für notwendig, bei dem Projekt eine Vorklärung zur Raumordnung vorzunehmen. Dieses ist durch eine entsprechende Antragskonferenz geschehen. „Für den ZGB gibt es keine Anhaltspunkte für ein besonderes Raumordnungsverfahren“, teilte Erster Kreisrat Hans-Werner Schlichting am Mittwoch mit.

Dies bedeutet, dass das Projekt direkt in die Planungsphase gehen kann. Dafür ist die Stadt Helmstedt zuständig. Stimmt der Rat der Stadt Helmstedt in seiner Sitzung am Donnerstag, 3. März, (17 Uhr, Ratssaal oder Live-Stream unter www.stadt-helmstedt.de) grundsätzlich zu, kann die genaue Planung in Angriff genommen werden.
Es können also ein Flächennutzungsplan und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dabei sind die für alle neuen Flächen üblichen Verfahren einzuhalten: So wird zum Beispiel ein Emissionsgutachten, das untersucht, ob und wieweit die Anwohner in Barmke, Rennau und Rottorf von Lärm belastet würden, ebenso notwendig wie eine Untersuchung der zu erwartenden Verkehrsströme. Auch wird in solch einem Verfahren beispielsweise festgelegt, wie und wo Ausgleichsflächen für die Versiegelungen geschaffen werden können.

Flächeninhaber des rund 50 Hektar großen Gebietes zwischen Rennau und Barmke ist der Landkreis Helmstedt. Dieser hat laut Schlichting bereits vor geraumer Zeit in einem internen Kreisentwicklungskonzept festgelegt, an den Autobahnen 2 und 39 im Kreisgebiet Gewerbeflächen anzubieten, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. „Wir halten die Fläche in Barmke für besonders geeignet. Sie sind beim Landkreis in einer Hand und nicht in der von zig Eigentümern“, so Schlichting. „Außerdem liegen uns konkrete Bewerbungen für diesen Standort vor.“ Die direkte Anbindung an eine der Hauptverkehrsadern Europas, die A2, sei ein weitere Pluspunkt für ein Gewerbegebiet an dieser Stelle.
Und auch Wirtschaftsförderer Peter Klaassen sieht das Projekt positiv: „Ich freue mich auf viele Arbeitsplätze.“ Außerdem erläutert er die Fördermöglichkeiten für den Landkreis oder die Stadt (je nachdem, wer am Ende „Vorhabensträger“ ist) durch das Landesprogramm „Errichtung hochwertiger wirtschaftliche Infrastrukturen“ sowie für die Investoren. Denn: „Wir sind das einzige Zielfördergebiet in der Region. Investoren, die sich im Landkreis ansiedeln möchten, bekommen also ebenfalls Förderungen.“

Weitere Informationen zum geplanten Gewerbegebiet Barmke-Rennau lesen Sie HIER.

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