Helmstedter Kräfte helfen in Meppen

von Katja Weber-Diedrich

Helmstedt. Seit Wochen schon “wütet” bei Meppen der Moorbrand, den die Bundeswehr bei einer Übung ausgelöst hat. Mittlerweile sind auch Einsatzkräfte aus dem Landkreis Hemstedt vor Ort, um Hilfe zu leisten.

Die THW Ortsverbände Schöningen und Helmstedt befinden sich mit Führungs- und Küchenpersonalnun seit knapp drei Wochen in Meppen beim Moorbrand im Einsatz.
Der Bereitstellungsraum (BR) in Meppen wurde aufgestockt, sodass die Anzahl der ausgegeben Essen die 1.000-Portionen-Grenze pro Mahlzeit überschritten hat. Gleich­zeitig werden bis zu 400 Einsatzkräfte von THW, Freiwilligen Feuerwehren und Bundeswehrfeuerwehr untergebracht. Insgesamt sind derzeit über 500 ehrenamtliche Helfer aus 90 Ortsverbänden in Meppen sowie hauptamtliche THW-Angehörige in den Leitungs- und Koordinierungsstäben im Hintergrund am Einsatz beteiligt.
Einsatzaufgaben des THW sind dabei Transport von Brauchwasser und Betreuen der eingerichteten Wasserförderstrecken. Zusätzlich betreibt das THW den BR in der Kaserne WTD 91, in dem die Einsatzkräfte untergebracht sind und zur Ruhe kommen und leisten Führungsunterstützung für die Einsatzleitung der Bundeswehr inklusive Fachberatung über die Einsatzmöglichkeiten des THW.
Um das Löschwasser an die Einsatzstellen zu bekommen, hat das THW drei Wasserförderstrecken aufgebaut. Mit mehreren Hochleis­tungspumpen wird das Wasser aus einem Fluss in Rückhaltebecken gepumpt, um von dort aus mit weiteren Pumpen über eine Stre­cke von mehreren Kilometern zu den Wasserübergabestellen transportiert zu werden. Die zur Brandbekämpfung eingesetzten Kräfte der Feuerwehren und Bundeswehrfeuerwehr können das Wasser dort entnehmen und gegen das Feuer angehen.

Auch Feuerwehr beteiligt
Zunächst nur kurz ging es für 26 freiwillige Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Helmstedt nach Meppen. Die Tanklöschfahrzeuge aus Lelm, Süpplingen, Mariental, Flechtorf und Groß Twülpstedt sowie der Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr und ein Mannschaftstransportwagen aus Bahrdorf machten sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf den Weg ins Emsland. Am Donnerstagvormittag wurden die Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Helmstedt wieder aus dem Einsatz entlassen und am frühen Abend in Helmstedt empfangen. Anderthalb Tage lang hatte der Wassertransportzug des Landkreises Helmstedt Schlauchleitung der Riegelstellung auf Beschädigungen untersucht, Pumpen, Fahrzeuge und Verteiler in die Leitung eingebaut.

Weil nach dem Einsatz bekanntlich vor dem Einsatz ist, ließ die nächste Anforderung nicht lange auf sich warten. Am Sonnabend gegen 23 Uhr ging es für 28 Einsatzkräfte der Feuerwehr erneut los. Die Schöninger, Graslebener, Lauinger, Mackendorfer und Velpker Feuerwehrleute unterstützen im Emsland die Bundeswehr. Dabei wurden für die Bundeswehr neue Schläuche verlegt, was sich allerdings als schwierig herausstellte. Denn die Bundeswehrschlauchanhänger haben eine andere Anhänger-Öse als die der Feuerwehrfahrzeuge. Dennoch sei die Stimmung gut, hieß es in einem Zwischenbericht aus Meppen.

Via Facebook teilte Graslebens Gemeindebrandmeister Maik Wermuth am Montag mit: “Nach einer kalten, aber erholsamen Nacht haben wir um 8 Uhr heute Morgen unseren neuen Einsatzbefehl erhalten. Alle Kräfte sind gut gelaunt und motiviert. Nachdem wir gestern als Einzel-Komponente eingesetzt wurden und hunderte Schläuche aufgenommen haben, wurden wir heute der Bundeswehrfeuerwehr West unterstellt. Gemeinsam sind wir für die Brandbekämpfung kleinerer punktueller Flächen (Nachlöscharbeiten) zutändig. Eine Herausforderung ist dabei, dass bestimmte Bereiche nicht betreten werden dürfen, da dort noch mit Munitionsresten gerechnet wird. Bei der Lagebesprechung heute morgen kam eine deutliche Entspannung rüber. Die Feuerwehren aus Braunschweig und Hannover, die heute Nacht eingetroffen sind, sind die letzten zivilen Feuerwehren die hier eingesetzt werden. Nach bisherigen Kenntnisstand werden wir bis maximal 20 Uhr heute Abend im Einsatz sein. Sollte das so sein, dann werden wir morgen früh nach dem Frühstück den Heimweg antreten.
Die Zusammenarbeit mit allen Feuerwehren, dem THW, der Bundeswehrfeuerwehr, den Soldaten und dem Stab ist extrem gut.”

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