Königslutter neu entdeckt

von Nico Jäkel

Königslutter. Eingeladen war zu „Entdeckungstouren“ durch Königslutter. Was sich dahinter verbarg, war allerdings etwas ganz Praktisches. Im Rahmen der Erarbeitung eines Stadtentwicklungsprogrammes wollte die Planungsgruppe Erfahrungen sammeln – idealerweise unter der Mithilfe der Bürger der Stadt.
Die zeigten sich engagiert und bescherten den Planern mehrere Stunden in ihrer Stadt. Drei Gruppen waren schließlich unterwegs: eine, um den Leerstand zu thematisieren, eine die sich Kultur und Grün in der Stadt widmete und die dritte, die den Alltag in Königslutter unter die Lupe nahm.
Am Ende kamen schließlich alle drei Gruppen im Stadtarchiv Königslutter zusammen, um Bilanz zu ziehen und sich untereinander auszutauschen.
Die Kernerkenntnis dabei: Königslutter sei hinsichtlich seiner Entwicklung ein Paradoxon. Auf der einen Seite sinke die Zahl der Wirtschaftsbetriebe, Leerstand breite sich aus, auf der anderen Seite erfreue sich die Stadt an einem permanenten Einwohnerzuwachs, durch die gute Lage zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Details seien es in der Stadt allerdings nicht, die sich verändern müssten, um die Schattenseite des Paradoxons umzudrehen, ein schlüssiges Konzept müsse her. Dieses müsse an den Stärken der Stadt anknüpfen, war man sich einig.

Eine Gruppe widmete sich dem Leerstand in der Stadt. Foto: Nico Jäkel

Eine Gruppe widmete sich dem Leerstand in der Stadt. Foto: Nico Jäkel

Eine dieser Stärken seien die unglaublich vielfältigen kulturellen Angebote in der Stadt, wie die Gruppe „Kultur und Grün“ berichtete. Gut eine Stunde länger als geplant war die Gruppe unterwegs gewesen und sich sicher, lange nicht alles gesehen zu haben. Die Stadt habe so viele versteckte Qualitäten, was aber fehle, sei ein kulturelles Zentrum, das alle Fäden verknüpft, so das Fazit der Gruppe. Für November ist ein Auswertungstreffen geplant, bei dem die Ergebnisse der Entdeckertouren präsentiert werden.

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