Propst Detlef Gottwald durch Landesbischof Meyns verabschiedet

Propst Gottwald von Landesbischof Christoph Meyns verabschiedet.

Bereits im Sommer hatte Propst Detlef Gottwald verkündet, für die erneute Kandidatur zum Vorsteher der Propstei Helmstedt nicht mehr zur Verfügung stehen zu wollen. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde Gottwald vergangenen Sonntag in der Kirche St. Stephani von Landesbischof Christoph Meyns offiziell von seinem Amt verabschiedet.

Helmstedt. „Wenn unsere Kirche so gut befüllt ist, ist klar, dass es sich um einen besonderen Gottesdienst handelt“, sagte Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Georg Calixt Helmstedt Sabrina Fröhlich mit Blick auf die voll besetzen bankreihen der St. Stephanie Kirche in Helmstedt. Tatsächlich waren mehrere hundert Gläubige, darunter politische Vertreter des Landkreises wie Landrat Gerhard Radeck, Landtagsabgeordnete Veronika Koch und Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert, sowie die Ordinierten aller zwölf Kirchengemeinden zum Gottesdienst am vergangenen Sonntag erschienen, um ihren Propst aus dem Amt des Kirchenvorsitz zu verabschieden. Die offizielle Dispensation übernahm Landesbischof Dr. Christoph Meyns. Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Kirchengemeinde für ihren Propst einen Empfang im Gemeindehaus vorbereitet, bei dem es für alle Mitwirkenden die Möglichkeit gab, Detlef Gottwald die Ehre zu erweisen. Neben Grußworten nutzten viele die Gelegenheit, sich für die Dienste, die Gottwald in seiner Amtszeit für den Landkreis erbracht und erarbeitet hatte, zu bedanken.

Nicht alles, was der Propst während der vergangenen zwölf Jahre in die Wege geleitet hatte, sei auf Begeisterung gestoßen: Als Beispiele nannte Gottwald die Schaffung von zwei Gestaltungsräumen, die sich als Pfarrverbände Helmstedt-Nord und Helmstedt-Süd konstituiert haben. Er sei aber dankar für all‘ die vielfältigen Erfahrungen, die er in Helmstedt hatte machen dürfen. Seine Amtszeit war geprägt von Reformprozessen: So wurden die ursprünglich 28 Kirchengemeinden zu zwölf Gemeinden zusammengelegt.

Ziele nach dem Propstamt: „Als Pfarrer den Menschen nah sein.“

Bereits im Sommer hatte Propst Detlef Gottwald bekannt gegeben, dass er Ende Oktober nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen werde. Er wolle, so Gottwald, die letzten zehn Jahre seiner Dienstzeit einzig als Pfarrer tätig sein.

Schon zum 1. November wird er seinen Dienst als Pfarrer in Braunschweig Heidberg-Melverode antreten. „Noch einmal nah an den Menschen sein“, war und ist der Wunsch des heute 57-Jährigen. „Ich habe Theologie studiert, um Pfarrer zu sein“, hatte Gottwald stets betont. Bevor er im Jahr 2006 mit großer Mehrheit zum Propst in Helmstedt und damit Vorsteher von rund 20.000 Mitglieder der Propstei wurde, war Gottwald 14 Jahre lang als Pfarrer der Kirchengemeinden Heilig Kreuz Flechtorf und St. Jürgen Beienrode in der Propstei Königslutter im Dienst. Zusätzlich zu seinem Amt als Propst hatte er einen halben Dienstauftrag im Ev.-luth. Quartier Georg Calixt in Helmstedt übernommen – er kümmerte sich um den Seelsorgebezirk 3 in den den Kirchengemeinden St. Stephani und St. Thomas. Mit der offiziellen Verabschiedung verlieren die Gemeindemitglieder auch einen sich sorgenden Pfarrer.

Bis zur Wahl des neuen Propsteivorstandes übernimmt Pfarrer Frank Barche das Amt des Propst. Barche war bislang als stellvertretender Propst aktiv gewesen.

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