Königslutter. Ein Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht das Domumfeld aufzuwerten.
Der Kaiserdom in Königslutter ist der Grund, warum es Werner Köthke 1983 hierher verschlagen hat – so zumindest schilderte er es dem Ortsrat der Domstadt am Donnerstag. Er ist jedoch nicht nur Bewohner der Stadt, sondern auch Vorsitzender des „Fördervereins Neugestaltung des Domumfelds“ (FND). Aktuell wirkt der Domvorplatz, wenn man so will, etwas dürftig. „So schön wie es innen ist, sollte es auch vor dem Wahrzeichen der Stadt sein“, betonte Ortsbürgermeister Marc Schneider. Auch die anderen Abgeordneten sehen größtenteils Handlungsbedarf. Wie genau dieser aussehen könnte, stellte Gutachter Kai-Uwe Grahmann, Landschaftsarchitekt und Diplom-Ingenieur aus Cremlingen, dem Ortsrat sowie dem Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung im Rahmen einer Doppelsitzung vor. Er war vom FND beauftragt worden, ein gartendenkmalpflegerisches Gutachten zu erstellen. Darin werden die Geschichte des Domumfelds, seine Entwicklung sowie mögliche behutsame Verbesserungsansätze aufgezeigt. Ziel ist es, die historische Struktur zu bewahren und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. So könnten die Bereiche rund um das Löwen- und das Marienportal gestalterisch aufgewertet werden. Und auch Themen wie Pfützen, Stolperfallen oder ungeordnetes Parken wurden angesprochen. Kurzum: Es geht um die Idee, ein Umfeld zu schaffen, das des Doms würdig ist. Köthke appellierte an den Rat, diesen möglichen Schritt für die Stadtentwicklung nicht ungenutzt zu lassen.
Zahlreiche Ideen für eine Umgestaltung
Grahmann betonte, dass sich die Gestaltung über Jahrhunderte gehalten habe – etwa die rund 480 Jahre alten Linden, die durch pflegerische Maßnahmen möglichst lange erhalten bleiben sollen. Der Platz soll daher in seiner Grundstruktur weitgehend bewahrt und nicht vollständig neu gedacht werden. Zu den Ideen zählen eine bessere Ordnung der Parksituation, etwa entlang der Hausfassaden, ein möglicher Behindertenparkplatz, die Errichtung von Sitzgelegenheiten sowie eine verbesserte Wegeführung zum Marienportal. Auch die Entfernung der Überreste einer Großskulptur auf der Rasenfläche wurde genannt. Ebenso ist angedacht, die Beleuchtung des Doms und des ehemaligen Kirchhofs zu überarbeiten. Doch dies sind nur beispielhafte Maßnahmen. Ob und wie und vor allem welche umgesetzt werden, wird Gegenstand der politischen Debatten. Weitere Informationen zum Förderverein und zum Gutachten gibt es unter www.domumfeld.de.
Die 1998 in Wolfsburg geborene Shirin-Sophie Porsiel, aktuelle Redakteurin des HELMSTEDTER SONNTAG, mag schnelle, laute Musik auf der einen und entspanntes Wandern in der ruhigen Natur auf der anderen Seite. Ein Widerspruch? Keinesfalls. So sorgt sie für Ausgeglichenheit in ihrer Freizeit. Sie ist offen für einen bunten Strauß an Themen, was sie für die schreibende Zunft geradezu prädestiniert.
