Königslutter. Königslutteraner Hans-Georg Jackisch feiert am 14. April seinen 108. Geburtstag.
Zum ersten Mal trägt Hans-Georg Jackisch keine Krawatte. Zum ersten Mal begrüßt er in einem der oberen Zimmer seines Hauses. Und doch ist vieles wie immer: Der Jubilar ist gut gelaunt, empfängt die Medienvertreter mit einem Lächeln und hat sofort eine Geschichte parat. Am Fuß des geschichtsträchtigen Kaiserdoms lebt Hans-Georg Jackisch, der älteste Bewohner der Domstadt. Am 14. April wird er 108 Jahre alt und beweist einmal mehr, dass ein wacher Geist keine Frage des Alters ist. Er erzählt einen Schwank aus seinem Leben und berichtet, dass er sich an seine Kindheit noch zu „99,9 Prozent“ erinnern könne. Sein Gedächtnis funktioniert bestens – ganz so, wie er es selbst beschreibt: „Im Kopf, meinem Computer, ist alles in Ordnung.“ Dieser „Computer“, so Ja-ckisch augenzwinkernd, sage ihm zwar: „Ich will und kann dir helfen, aber auch ich bin eben 108 Jahre alt und brauche etwas mehr Zeit.“ Die nehme er sich aber. Seinen Alltag gestaltet der Lutteraner weiterhin aktiv. Kreuzworträtsel gehören ebenso dazu wie die tägliche Lektüre der Zeitung. Lediglich das Hören falle ihm immer schwerer, und auch das Laufen werde zunehmend beschwerlicher. Doch das nimmt er gelassen: „Alles akzeptieren, was man nicht ändern kann“, lautet seine Devise.
Glückwünsche vom Bundespräsidenten
Eine besondere Geste begleitet ihn regelmäßig: Seit seinem 102. Geburtstag erhält Jackisch jedes Jahr ein Glückwunschschreiben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch in diesem Jahr rechnet er wieder damit und hat sich fest vorgenommen, sich persönlich dafür zu bedanken. Denn eine Weisheit seines Vaters hat ihn sein Leben lang geprägt: Das Mindeste, was man tun könne, sei „Danke“ zu sagen für alles Gute, das einem widerfährt. Auch zu seinem Ehrentag hat sich Jackisch einiges vorgenommen. Gefeiert wird am 14. April unter anderem mit einem Besuch beim Chinesen, anschließend steht ein Abstecher zur Bäckerei Langer auf dem Programm. Zudem hat sich der stellvertretende Ortsbürgermeister Marc Schneider angekündigt, um persönlich zu gratulieren. Trotz altersbedingter Einschränkungen bleibt Hans-Georg Ja-ckisch sich treu: lebensnah, humorvoll und voller Geschichten…
Die 1998 in Wolfsburg geborene Shirin-Sophie Porsiel, aktuelle Redakteurin des HELMSTEDTER SONNTAG, mag schnelle, laute Musik auf der einen und entspanntes Wandern in der ruhigen Natur auf der anderen Seite. Ein Widerspruch? Keinesfalls. So sorgt sie für Ausgeglichenheit in ihrer Freizeit. Sie ist offen für einen bunten Strauß an Themen, was sie für die schreibende Zunft geradezu prädestiniert.
