Helmstedt/Hannover. Nicht ganz so stark wie in mehreren Kommunen erhofft, profitiert der Landkreis Helmstedt vom niedersächsischen Landesbauprogramm für Radwege 2026. Denn einzig ein Weg in Königslutter wird über das Programm umgesetzt.
„Niedersachsen baut den Radverkehr weiter konsequent aus“, heißt es aus dem Haus des Wirtschafts- und Verkehrsministers Grant Hendrik Tonne erfreut. Mit dem Landesbauprogramm für Radwege 2026 investiere das Land „so viel wie noch nie zuvor in die Radverkehrsinfrastruktur an Landesstraßen“, hatte Tonne bei der Vorstellung des Programms gesagt. Insgesamt fließen rund 26,5 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung von Radwegen. „Damit setzt das Land einen klaren Schwerpunkt auf sichere, alltagstaugliche und klimafreundliche Mobilität“, so der Minister.
13 Neubauprojekte, 46 Sanierungen und drei ganz neue Projekte
13 Neubauprojekte laufen in diesem Jahr landesweit und Tonne zeigte sich stolz: „Diese Projekte schließen gezielt Lücken im bestehenden Netz und verbessern insbesondere Schulwege sowie Pendelverbindungen.“ Zusätzlich werden 46 Radwegeabschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 130 Kilometern saniert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf so genannten Bürgerradwegen. Das Land unterstützt drei neue Projekte, die darunterfallen und die gemeinsam mit Kommunen und vor Ort engagierten Initiativen umgesetzt werden.
Unter dem Strich stellte Tonne fest: „Das Radwegeprogramm ist Teil des größten Landesbauprogramms der vergangenen Jahrzehnte. Insgesamt stehen rund 170 Millionen Euro für Investitionen in Landesstraßen, Brücken und Radwege zur Verfügung. Ein Teil der Mittel stammt aus dem Sondervermögen des Landes, das zusätzliche Investitionen ermöglicht.“
Der Wirtschafts- und Verkehrsminister sagte außerdem: „Der Radverkehr ist längst ein zentraler Bestandteil moderner Mobilität in Niedersachsen. Mit dem Landesbauprogramm 2026 investieren wir so stark wie noch nie in sichere, komfortable und durchgängige Radwege. Das stärkt den Alltag der Menschen – ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit – und bringt gleichzeitig mehr Klimaschutz und Lebensqualität in unsere Regionen. Jede neue Verbindung und jeder sanierte Radweg ist ein konkreter Fortschritt für ein modernes Mobilitätsland Niedersachsen.“
Neben großen Neubauprojekten umfasst das Programm auch zahlreiche kleinere Maßnahmen wie punktuelle Sanierungen, Deckenerneuerungen und Verbesserungen an bestehenden Radwegen. Viele dieser Maßnahmen werden gezielt mit ohnehin geplanten Straßenbauarbeiten kombiniert, um Bauzeiten zu verkürzen und Mittel effizient einzusetzen.
Das Bauprogramm wurde zudem deutlich früher als in den vergangenen Jahren fertiggestellt. Dadurch können Ausschreibungen und Bauvorbereitungen bereits im Frühjahr beginnen. Gleichzeitig laufen bereits die Bedarfsabfragen für das Bauprogramm 2027, um frühzeitig Planungssicherheit für Bauwirtschaft und Kommunen zu schaffen.
„Radwegeerhaltung“ in Königslutter
Im Landkreis Helmstedt soll die Maßnahme „Radwegeerhaltung Königslutter-Schickelsheim“ an der L644 umgesetzt werden. Für den Radweg zwischen dem inzwischen stark belebten Ortsteil und der Kernstatdt mit einer Länge von 4,914 Kilometern soll ingesamt eine halbe Million Euro investiert werden, 0,3 Millionen Euro davon befreits in diesem Jahr.
Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit 30 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor 25 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.
