Büddenstedt. Das Mammut-Warm Up für das HelmFest machte seinem Namen alle Ehre.

Frau des Abends war Lara Frank: Die Sängerin vom Schöninger Gymnasium Anna-Sophianeum verhalf The Schülerband als Newcomer unter alten Hasen stimmgewaltig zu Ruhm und Ehre. In der Helmstedter Rockszene hatten die Gymnasiasten sich noch nicht oft Gehör verschafft, weshalb viele Besucherinnen und Besucher des HelmFest Mammut-Warm Ups in Büddenstedt am vergangenen Wochenende positiv überrascht wurden. Es gab an dem Abend im ausverkauften Büddenstedter Rathaussaal allerdings weitere Offenbarungen. So begeisterten die kurzfristig eingesprungenen Musiker von Wastegate das feierwütige Publikum mit ihrem „Heavy Rock“ (einer Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal). Die Gifhorner hatten sich bereit erklärt, den Platz der ausgefallenen Lehrerband des Anna Sophianeum einzunehmen und die HelmFest-Organisatoren hatten damit ein glückliches Händchen bewiesen. Die dritte „Überraschung“ lieferten die Dienstältesten: Wolfs Moon trat in neuer Besetzung an und haute dabei ordentlich auf den Putz: Mit Robert Rogge am Mikrofon (statt  Christian Görke)  und Jan Slabon an den Drums (statt Andreas Rinke) kamen Gerhard – Sammy – Simson, Frank – Kanone – Brüning und Peter – Pete – Dickert richtig in Fahrt. 

Jung und Alt feierten zur „harten“ Musik

Den Schlusspunkt des Abends setzten drei (statt fünf) epische Metaler von Kambrium, die in den vergangenen Jahr(zehnt)en weit herumgekommen sind und sich einen Namen in der Szene erspielt haben. Zuvor hatten sich noch weitere Altbekannte sowie Nachwuchsmusiker präsentiert: Die erfahrenen Musikschaffenden, die sich vor nicht allzu langer Zeit in der Agency of Steel vereint haben, heizten dem Saal ein – sogar mit einem einmaligen Background-Chor, der sich aus den Organisatoren zusammensetzte. Etwas unglücklich war nur die Position der energiegeladenen Band in der Running Order. Am späten Nachmittag waren erst relativ wenige Gäste vor Ort und unter den Anwesenden hatten sich viele noch nicht in die nötige „Feierlaune“ versetzt. Die Helmstedter Death Metaler Servator – nur ein Jahr weniger im Geschäft als Wolfs Moon – haben passenderweise gerade zum Anfang des Jahres ein neues Album auf den Markt gebracht und wurden dafür hochgelobt. Die jungen Helmstedter If Worlds Collide wurden nicht nur von ihren inzwischen gar nicht so wenigen Fans gefeiert. Manch ältere Person kam in Büddenstedt erstmals mit der ganz eigenen Musik in Kontakt – die im übrigen bei Spotify gestreamt werden kann.  Die Achten auf der Bühne waren SheepShot, die sich etwas besonderes ausgedacht hatten, indem sie ein Band-Shirt unter denen verlosten, die im Voraus bei Instagram richtig geraten hatten, wem die erfahrenen Covermetaler ihre Show widmeten. Es war Ronnie James Dio: SheepShot spielten Songs der Bands Dio und Black Sabbath, bei denen der 2010 verstorbene US-amerikanische Metal-Sänger am Mikrofon stand.

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit 30 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor 25 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.