Helmstedt. Grünflächenkonzept und ein 16 Millionen Euro Defizit waren Themen im Stadtrat.

Mal mehr, mal weniger einer Meinung: Der Rat der Stadt Helmstedt hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend das Grünflächenkonzept beschlossen – ein Schritt zu mehr Blühwiesen aus öden Rasenflächen, entsiegelten Verkehrsinseln und erweitertem Baumbestand mit heimischen Arten. Dadurch soll die Biodiversität steigen und die Pflege langfristig günstiger werden, bei besserer Lebensqualität in der Stadt. Gleichzeitig brachte der Eckdatenbeschluss zum Haushalt 2027 die Gemüter zum Kochen. Vor dem Hintergrund sinkender Gewerbesteuereinnahmen und explodierender Ausgaben droht ein Rekorddefizit von rund 16 Millionen Euro. Der Beschluss fixiert knappe Budgets für alle Fachbereiche, um Schlimmeres zu verhindern. Ratsvorsitzende Elisabeth Heister-Neumann freute sich über den lebendigen Rat, der intensiv diskutierte, verweigerte dem Eckdatenpaket aber ihre Zustimmung. Nach stundenlanger, teilweise hitziger Diskussion siegte dennoch die Mehrheit: Der Eckdatenbeschluss ging mit fünf Gegenstimmen und vier Enthaltungen durch. Der Rat gab zudem wesentliche Projekte bekannt, darunter Tempo-30-Zonen in der Leuckart- und Gartenstraße rund um den neu enstehenden Edeka-Markt zur Verkehrssicherung sowie die Errichtung einer 30er Zone im Bereich der Kita St. Lugeri, die zu dem Zeitpunkt bereits aktiv war.

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Die 1998 in Wolfsburg geborene Shirin-Sophie Porsiel, aktuelle Redakteurin des HELMSTEDTER SONNTAG, mag schnelle, laute Musik auf der einen und entspanntes Wandern in der ruhigen Natur auf der anderen Seite. Ein Widerspruch? Keinesfalls. So sorgt sie für Ausgeglichenheit in ihrer Freizeit. Sie ist offen für einen bunten Strauß an Themen, was sie für die schreibende Zunft geradezu prädestiniert.