Königslutter. Die Sanierung der Bundesstraße 1 / Ortsdurchfahrt Königslutter wird etwa ein Jahr lang für Einschränkungen und Umleitungen sorgen.
Kein freier Stuhl am Dienstagabend im Ratssaal der Stadt Königslutter, etwa 200 Personen saßen auf Tischen, auf dem Fußboden zwischen den Gängen oder standen in der Tür bei der Bürgerversammlung zum Thema Baußmaßnahmen an der B1, der Ortsdurchfahrt Königslutter.Kann ich mein Grundstück erreichen? Darf ich über Feldwege ausweichen? Ändert sich der Busfahrplan, die Müllabholung und was passiert eigentlich bei einer zusätzlichen Sperrung der Autobahn?Was zuletzt in Schöningen für Aufregung und eine gesperrte Innenstadt sorgte, steht nun in Königslutter bevor. Geplant ist, beginnend ab Montag, 20. Juli 2026, die Erneuerung der Fahrbahn sowie der Entwässerungsrinne der Bundesstraße 1 (B 1). Das Ziel, verkündeten die Verantwortlichen, sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Straßeninfrastruktur nachhaltig zu verbessern.Zuständiger Straßenbaulastträger ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, dies unter Beteiligung der Stadt Königslutter in Bezug auf Nebenanlagen, Straßenabläufe sowie Grünflächen und Bäume. Die Stadtwerke Elm-Lappwald GmbH kümmern sich derweil um Erneuerung und Anpassung von Versorgungsleitungen, die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe übernehmen notwendige Arbeiten an Schmutz- und Regenwasserkanälen.
Zufahrt zu Grundstücken weiterhin möglich
Durch die Bündelung der Maßnahmen, das zumindest versprechen die Verantwortlichen, sollen „notwendige Arbeiten koordiniert und spätere Eingriffe in die Ortsdurchfahrt vermieden werden.“ Die Umsetzung erfolgt, um die Belastung für Anwohnende und Geschäftsbetreibende möglichst kurz zu halten, in insgesamt sieben Bauabschnitten, in denen zeitlich begrenzte Vollsperrungen und Umleitungen notwendig sind. Auf die innerörtliche Ausschilderung vom Umgehungen wird dabei weitestgehend verzichtet. Die Zufahrten zu den Grundstücken sowie Geh- und Radwegen sollen, abgesehen von notwendigen Asphaltierungsarbeiten, durchgehend möglich bleiben. Eine einzige konzentrierte Maßnahme in ganz Königslutter wäre effektiver, erklärte Christian Braun vom ausführenden Bauunternehmen Strabag am Dienstag, aber die Stückelung sei eine Möglichkeit, die Einschränkungen für Anwohnende auf das geringstmögliche Maß zu beschränken. Über die konkreten Vorhaben an den jeweils betroffenen Bauabschnitten, Sperrungen und Umleitungen wird die Stadt Königslutter auf ihrer Webseite (www.koenigslutter.de/Wirtschaft-Bauen-Umwelt/Bauleitplanung) informieren, Betroffene sollen zudem schriftlich von den geplanten Einschränkungen in Kenntnis gesetzt werden. Der genaue Zeitplan wird dabei, um aktuelle Parameter wie Witterung und Baufortschritte berücksichtigen zu können, jeweils erst zeitnah bekanntgegeben. Definitiv los geht es am Montag, 20. Juli 2026, mit dem ersten Bauabschnitt an der dann voll gesperrten Kreuzung Stadtmauer/Niederhof bis (fast) zur Bahnhofsstraße. Etwa fünf Tage sind dafür eingeplant. Als Bauabschnitte zwei bis sechs folgen die so genannten innerörtlichen Teile der Ortsdurchfahrt, Abschnitt sieben liegt am Ortsausgang in Richtung Braunschweig. Das Ende aller Maßnahmen ist für Juli 2027 vorgesehen. Weitere Fragen zum Ablauf der Baumaßnahmen können unter der Telefonnummer 05353/ 912149 an Kai Fricke vom Tiefbauamt der Stadt Königslutter gerichtet werden, auch im Baucontainer gegenüber der TSKG-Turnhalle sind Kontaktpersonen für Fragen rund um das Bauprojekt verfügbar. Auf den jeweiligen Baustellen ist zudem an jedem Arbeitstag Polier Stephan Mitschke als Ansprechpartner vor Ort.
Kathrin Peter-Sohr
Als Freie Redakteurin bereichert Kathrin Peter-Sohr das Team des HELMSTEDTER SONNTAG nicht nur schreibend, sondern zugleich "(be)lehrend": Als Volontärin eines früheren Helmstedter Anzeigenblattes zog sie aus in die große weite Welt. Nach über 20 Jahren als Lehrerin in Hamburg kehrte sie nun zu ihren beruflichen Wurzeln zurück nach Helmstedt. Sie erweckt sogar trockene Themen zu Leben und kennt sich mit Verwaltungsdeutsch bestens aus.
