Helmstedt. Die geplante Skate-Anlage im Helmstedter Piepenbrink-Park polarisiert.

Volles Haus, angespannte Stimmung und zwei klar erkennbare Lager: Bei der Bürgerversammlung zur geplanten Skate-Anlage im Piepenbrink-Park trafen am Donnerstagabend im Schützenhaus in Helmstedt sowohl Befürworter als auch Gegner aufeinander. Während Anwohnende vor Lärm, Umweltbelastungen, Drogenmissbrauch und möglichem „Unfug“ warnten, stellten die Unterstützenden die Chancen des Projekts heraus. Die Gegner sorgten sich vor allem um Ruhezeiten und die Lebensqualität in der Nachbarschaft. Auch die Frage, ob es überhaupt genügend Nutzende für eine Skate-Anlage gebe, wurde in den Raum geworfen. Die Antwort darauf lieferte der Saal selbst. Bürgermeister Wittich Schobert fragte nach der Stimmung – beinahe der gesamte Raum applaudierte für die Skate-Anlage. Unter den Befürwortern waren auch der sechsjährige Marlon aus Wolfsburg und der 30-jährige Nils. „Skaten verbindet. Der Skateplatz ist ein Ort, wo man zusammenkommt und voneinander lernt“, sagte Nils. Ein weiterer junger Skateboarder reagierte sichtlich emotional auf die Kritik: „Warum versammeln wir uns hier – damit ihr uns den Spaß verderbt? Was haben wir hier in Helmstedt? Was?“: Seine Worte machten deutlich, wie groß bei vielen Jugendlichen der Wunsch nach einem eigenen Treffpunkt ist. Doch nicht nur junge Menschen sprachen sich für das Projekt aus. Auch Anwohnerinnen und Anwohner ergriffen das Wort und betonten, dass Helmstedt ein solches Angebot für seine jungen Menschen dringend brauche. Andere brachten kons-truktive Vorschläge ein – etwa die zusätzliche Aufstellung von Sanitäranlagen.

Der Skate-Park kommt – aber wohin?

Schobert machte anschließend deutlich: „Die Skatanlage kommt.“ Gestritten werde allerdings noch über den Standort. Die unterschiedlichen Positionen sollen nun weiter beraten werden. Der Bürgermeister kündigte zudem an, dass im Nachgang eine weitere Bürgerversammlung stattfinden soll, damit alle Beteiligten ihre Gedanken und Bedenken einbringen können. Eine Anwohnerinitiative kritisiert vor allem die geplante Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren. Außerdem bezweifelt sie die Aussagekraft des Lärmschutzgutachtens und warnt vor dem Verlust von Grünflächen. Die Stadt hält dagegen, das Verfahren sei rechtssicher und für Maßnahmen der Innenentwicklung vorgesehen. Auch die Verkehrssicherungspflicht liege bei der Kommune. Kontrollen sollen durch den städtischen Ordnungsdienst, bei Bedarf mit Unterstützung der Polizei, erfolgen. Am Mittwoch, 23. September 2026, berät der Ausschuss für Bau und Stadtentwicklung über den Aufstellungsbeschluss. Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, entscheidet der Rat über das weitere Verfahren. Wie es anschließend weitergeht, bleibt damit zunächst offen. Die Stadt will aber am Zeitplan festhalten. Denn die Fördermittel müssen bis zum 31. Oktober 2027 abgerufen werden.

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Die 1998 in Wolfsburg geborene Shirin-Sophie Porsiel, aktuelle Redakteurin des HELMSTEDTER SONNTAG, mag schnelle, laute Musik auf der einen und entspanntes Wandern in der ruhigen Natur auf der anderen Seite. Ein Widerspruch? Keinesfalls. So sorgt sie für Ausgeglichenheit in ihrer Freizeit. Sie ist offen für einen bunten Strauß an Themen, was sie für die schreibende Zunft geradezu prädestiniert.