//Folgen des automatisierten Fahrens

Folgen des automatisierten Fahrens

Helmstedt. Helmstedts ADAC-Ortsclubsvorsitzender Heinz Bottke hatte zum Monatstreffen den Rechtsanwalt Sebastian Gutt und Wolfgang Schmidt vom Arbeitskreis „Senioren als Vorbild im Straßenverkehr“ eingeladen. Die beiden Referenten berichteten über den 57. Verkehrsgerichtstag in Goslar, an dem sie als Delegierte teilgenommen hatten.


An zwei der acht Arbeitskreise haben Gutt und Schmidt teilgenommen und konnten aus eigener Erfahrung berichten.
Über die Themen der anderen Arbeitskreise gaben sie aus Berufserfahrung und anderen Quellen einen Überblick. Berichtet wurde über die Themen „Punktereform auf dem Prüfstand“, „Strafrechtliche Fragen zum automatisierten Fahren“, „Ansprüche nach einem Verkehrsunfall“, Abfindung von Personenschäden und vergleichsweise Regelung“, „Alkolock“, „LKW und Busunfälle“, „Dieselfahrverbote nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts“ zudem ein kurzer Blick auf „Brandschutz auf Seeschiffen – weltweit eine Herausforderung“. Während der Referate gab es über die Themen intensive Diskussionen. Von großem Interesse waren die Maßnahmen, welche die Verkehrssicherheit erhöhen sollen.

“Alkolock” ist eine gute Idee

Positiv sahen die ADAC-Ortsgruppenmitglieder die Forderung, durch verhaltensändernde Fahreignungsseminare auf problematische Fahrzeugführer einzuwirken. Zweifel an der Fahrereignung wecken die Kraftfahrer, die durch verkehrsgefährdende Verkehrsordnungswidrigkeiten Punkte angesammelt haben. Mit der Atemalkohol-Startsperre „Alkolock“ können Fahrten unter Alkoholeinfluss verhindert werden.
Zunächst soll das Einsatzgebiet eng begrenzt werden. Auf Dauer könnte es, insbesondere durch eine europäische Regelung ausgeweitet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die Fahrassistenzsysteme, wie zum Beispiel Notbremsassis­tent und Abbiegeassistent, die gerade bei unfallträchtigen Großfahrzeugen und Bussen automatisch Unfälle vermeiden helfen. Geschützt werden dabei besonders die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer.

Rasante Entwicklung ist zu erwarten

Jedem war bewusst, dass die Assis­tenzsysteme schnell weiterentwickelt werden und die Fahrer auf zukünftiges teil- und vollautomatisiertes Fahren vorbereiten können. Es kann eine rasante Entwicklung erwartet werden.
Zu den Dieselfahrverboten erwiesen sich die Zuhörer als gut informiert. Einigkeit gab es darüber, dass Gerichtsentscheidungen auf Grund bestehender Gesetze von der Politik beachtet werden müssen. Gesetze müssen beachtet werden. Wenn politisch etwas anderes gewollt wird, müssen die gesetzlichen Regelungen auf dem parlamentarischen Weg geändert werden.
Hinsichtlich der strafrechtlichen Bewertung von Unfällen im Zusammenhang von automatisiertem Fahren diskutierten die Teilnehmer die ethischen Aspekte der Fahrzeugprogrammierung in Konfliktsituationen. Wenn es zum Unfall gekommen ist, müssen die Regelungen für Schadensersatz und bei schweren Verletzungen zuverlässige Opfer­­entschädigungen geregelt sein.