Helmstedt. Zwölf Frauen-Verbände aus verschiedenen christlichen Konfessionen rufen eindrücklich auf zu Gebet, Solidarität und Kollekten anlässlich des ökumenischen Weltgebetstags am Freitag, 5. März 2021.

Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Seit Jahrzehnten verbindet sie auch in Deutschland Christen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Am 5. März 2021 wird in über 150 Ländern der Erde der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. Zwölf Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagkomitees laden zur Teilnahme an vielen digitalen Angeboten, am TV-Gottesdienst oder Präsenz-Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen ein. Ihr ökumenischer Aufruf ist ein eindrücklicher Appell, in Pandemiezeiten die dramatische Lage vieler Frauen und Kinder weltweit nicht zu vergessen.

Helmstedt schließt sich an: Worauf bauen wir?

Diesem ökumenischen Aufruf schließt sich auch das Vorbereitungsteam des Weltgebetstags der Stadtgemeinden Helmstedts an. „Worauf bauen wir?“:  Zu dieser Frage laden die Organisationen in ganz Deutschland rund um den 5. März 2021 zu ökumenischen Gebeten ein. Den Gottesdiensttext haben Frauen aus dem Pazifikstaat Vanuatu verfasst. In diesem Jahr sind wir mit ihnen besonders verbunden. Weltweit erleben wir durch die Corona-Pandemie schwerste Herausforderungen, gleichzeitig zeigt sich der Klimawandel verstärkt in Naturkatastrophen und führt vor allem im globalen Süden zu Tod, Verwüstung und Existenznot. “Wir rufen dazu auf, in diesen Zeiten die dramatische Situation von Frauen und ihren Familien weltweit nicht aus den Augen verlieren”, kommentiert Pröpstin Katja Witte-Knoblauch die aktuelle Situation.

Sie fährt fort: “In diesem Jahr werden wir  in Helmstedt nicht gemeinsam beten und im Anschluss landestypisch essen können. Aber mit den Frauen aus Vanuatu können wir fragen: Worauf bauen wir, was trägt unser Leben? Dabei gilt es Hören und Handeln in Einklang zu bringen: ‘Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament!'”

Massive Kollekten-Einbrüche befürchtet

Der Basis-Bewegung des Weltgebetstags stehen schwere finanzielle Zeiten bevor. Sie spürt die Auswirkungen der Corona-Krise und fürchtet massive Kollekten-Einbrüche.

Hoffnung gibt die Grundidee der weltweiten Bewegung, die von Spiritualität und Solidarität lebt. Am 5. März 2021 strahlt der Sender Bibel-TV um 19 Uhr einen vom Deutschen Weltgebetstagkomitee organisierten Fernsehgottesdienst aus. Zeitgleich findet eine große YouTube-Premiere des Gottesdienstes statt, die unter anderem auf www.weltgebetstag.de zu sehen sein wird. Darüber hinaus wird es zahlreiche lokale und regionale Online-Formate geben.

Arbeit mit einer Spende unterstützen

Bundesweit organisieren Frauen außerdem Freiluft-Andachten, Gottesdienste im kleinen Rahmen, Spendenaktionen, Ausstellungen und vieles mehr. Katja Witte-Knoblauch endet mit einer Einladung: “Wir laden Sie ein: Nutzen Sie diese Anregungen und Angebote, unterstützen Sie die Arbeit des Weltgebetstags mit einer Spende und seien Sie Teil der Gebetskette am 5. März 2021. Wir bauen darauf, dass das gemeinsame Gebet und die weltweite Solidarität uns gerade in schweren Zeiten Kraft geben und tragen.”

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit über 25 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor über 20 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.