Königslutter. Der Förderkreis Malerkapelle am Elm lädt zu einer neuen Ausstellung ein. „No Ghost, Just a Ceiling“ ist von Freitag bis Sonntag, 12. bis 21. August, zu sehen.

Die beiden Künstler Jiun Roh und Kyu Nyun Kim zeigen Rauminstallationen, Videos und Perfomances in der Malerkapelle am Elm, Samuel-Hahnemannstraße 5, in Königslutter. Die Eröffnung ist am Freitag, 12. August, um 17 Uhr. Geöffnet hat die Ausstellung immer freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der als Gastkurator agierende, in Braunschweig ansässige freie Künstler und Kunstwissenschaftler Jiun Roh und der aus Korea eingereiste Künstler Kyu Nyun Kim haben für die Malerkapelle die Ausstellung gemeinsam erarbeitet.

Über Grenzen hinwegsetzen

Jiun Roh ist ein scharfer Denker, der in scheinbar zusammenhanglosen Datensätzen und Informationslagen Verbindungen ausmachen kann. Seine Arbeiten erscheinen mitunter wie das aus der Boulevardpresse bekannte Symbol des roten Kreises um scheinbar unwesentliche Bildelemente, einen Raum voll mit Zeitungsartikeln verbindet er durch Bindfäden und Pfeile. Er setzt sich mühelos hinweg über die Grenzen zwischen Hoch- und Populärkultur, zwischen Video-, Installations- und Performance-Kunst.

Video- und Performance-Kunst

Kyu Nyun Kims Video- und Performance-Kunst verfügt über einen direkten und entwaffnenden Humor. Er setzt sich tiefgründig und intelligent mit seinen Sujets auseinander, probt Bewegungsabläufe, perfektioniert Kamerawinkel. Seine Arbeiten wie die „Thing and Video“-Reihe oder „The Presentation“ wirken niemals trocken und einstudiert, sondern im Gegenteil von der Situationskomik eines fehlerhaften Universums durchsetzt.

Besonderer Protagonist 

Beide Künstler sind Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste und weisen bereits eine langjährige Ausstellungspraxis vor. Für ihre Installation in der Malerkapelle haben sich die beiden für einen besonderen Protagonisten in insgesamt fünf Videoarbeiten entschieden: einen Luftballon, der austarieren soll, was es bedeutet, Gleiches und Anderes zu sein, ob das Subjekt nicht doch nur eine Hülle ist. Der Ballon ist anwesend.

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Natalie Reckardt, geboren 1999 in Schönebeck (Elbe), ist das Küken in der Redaktion des HELMSTEDTER SONNTAG und steckt mitten in ihrem Volontariat. Die Danndorferin ist eine leidenschaftliche Sportschützin mit einer kleinen Abneigung gegenüber (Führerschein-)Prüfungen. Sie schreibt unheimlich gerne die Fleischerseite des HELMSTEDTER SONNTAG.