Grasleben. Samtgemeinderat stimmt Auflösung und Neugründung zu, um wieder die erforderlichen Aktivenzahlen zu erreichen.

Schönes und weniger Schönes kamen bei den Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Grasleben am Montag zusammen. Denn bei der jüngs-ten Sitzung des Samtgemeinderates wurden einerseits neue stellvertretende Führungskräfte ernannt, andererseits aber die Auflösung der Ortsfeuerwehren Rennau sowie Rottorf in Aussicht gestellt. Immerhin: aus den aufgelösten soll die neue Ortsfeuerwehr Hasenwinkel werden, die die Aktiven der beiden Orte unter einem Dach vereint, um künftig die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststärke zu erfüllen. Einen entsprechenden Arbeitsauftrag erteilten die Samtgemeinderatsmitglieder der Verwaltung: Spätestens zur Sitzung im September soll eine Be-schluss-vorlage für ein solches Konzept vorliegen, damit die neue Hasenwinkel-Wehr am 1. Januar 2027 offiziell „starten“ kann. Entstanden ist die Idee der gemeinschaftlichen Ortsfeuerwehr unter den Feuerwehrleuten selbst. In Rennau sind nur noch zehn Personen einsatzfähig, in Rottorf sind es 17. Laut Feuerwehrverordnung müssten es aber mindestens 20 sein. 

Führungsebene wurde verschlankt

Mit dem von den Feuerwehren vorgeschlagenen Zusammenschluss würden zwar beide Standorte erhalten bleiben, aber die Führungsebene verschlankt und ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser gegen einen Mannschaftstransportwagen ersetzt werden. Durch die Synergien wird mit einem Einsparpotenzial von rund 3.500 Euro pro Jahr gerechnet. Bevor über die Fusion gesprochen wurde, hatte Samtgemeindebürgermeister Gero Janze die nach eigenen Worten tolle Aufgabe, zwei stellvertretende Ortsbrandmeis-ter zu ernennen. Nikolas Müller übernimmt diesen Posten mitten in der Übergangszeit der Feuerwehr Rottorf und halte damit zur Stange. Nicole Christin Bilz werde bei der Ahmstorfer Wehr die Karriere-leiter weiter hinaufsteigen, stellte Janze in Aussicht: Sie wird mal die erste Ortsbrandmeisterin der Samtgemeinde werden. Im weiteren Verlauf der Sitzung diskutierte der Samtgemeinderat eine neue Entgeltordnung für das Freibad, das in der neuen Saison wieder einen Gastwirt haben wird (mehr in einer nächs-ten Ausgabe). Außerdem wurde der Stand der Kommunalen Wärmeplanung vorgestellt. Auf der Internetseite giselis.shinyapps.io/grasleben-buerger stellt das Planungsbüro „Zukunftswerk“ Interessierten alle Daten dazu zur Verfügung.

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit 30 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor 25 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.