Helmstedt. Veranstalter versprechen französischen Spaß in Helmstedts „Freiluftwohnzimmer“.
Kerstin Pflaum hat nicht mitgezählt. Deshalb weiß die Geschäftsstellenleiterin des Stadtmarketingbvereins helmstedt aktuell nicht aus dem Stegreif, die wie vielte Wiederholung es inzwischen ist. „Zweistellig sind wir aber schon“, freut sich Pflaum, dass das kos-tenfreie Open Air-Kino, das der Verein dank zahlreicher Unterstützender anbieten kann, Jahr für Jahr ein Erfolg ist – und das bei jedem Wetter. Am Sonnabend, 20. Juni 2026, ist es – dank einer großen Spende der Kreis-Wohnungsbaugesellschaft (KWG), die 75-jähriges Jubiläum feiert – wieder soweit: In Helmstedts „Freiluftwohnzimmer“ – also dem Marktplatz – wird mit einsetzender Dunkelheit gegen 22 Uhr die französische Komödie „Was ist schon normal?“ auf Großbildleinwand gezeigt. „Ebenso wie der KWG sind wir natürlich unseren treuen Sponsoren dankbar“, sagt aktuell-Pressesprecherin Mandy Schifferli Dank für teilweise jahrzehntelange Unterstützung und vergisst dabei die Kinobetreiber Harald Pape und Matthias Torkler nicht, die „ein Schatz für unsere Stadt“ seien. Auch der Freiwilligen Feuerwehr wird bereits im Voraus für die Stabilisierung der Leinwand gedankt. Kerstin Pflaum erweitert den Dank auf die Gastronomen des Ratskellers und des Erbprinz, die die Marktplatzbesuchenden versorgen werden. Hinzu kommt in diesem Jahr erstmals ein Getränkestand der KWG, zu dem KWG-Geschäftsführer Thomas Mosenheuer ausführt: „Wir werden unser regionales Bier, das Beendorfer, sowie weitere Kaltgetränke ausschenken.“ Das bietet das Unternehmen freilich nicht, um Geschäfte zu machen, sondern für den guten Zweck: „Wir werden den Erlös in der Region weitergeben“, verspricht Mosenheuer, nennt aber noch keinen konkreten Adressaten.
Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit 30 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor 25 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.
