Groß Steinum. Der beliebte Teich soll entschlammt werden, zunächst werden Bäume gefällt.
Im Dorm, als Landschaftsschutzgebiet Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000, wird ein naturschutzfachlich bedeutender Teich ökologisch aufgewertet. Zur Vorbereitung sollen – je nach Maschinenverfügbarkeit und Witterung – zunächst einzelne Bäume entfernt werden.Im Herbst 2027 ist anschließend eine Entschlammung des Gewässers vorgesehen. Ziel der Maßnahme ist es, die ökologischen Bedingungen des Gewässers zu verbessern und damit einen besonderen Lebensraum für Pflanzen und Tiere langfristig zu erhalten. Zu den besonderen Schutzgütern im Dorm gehören neben verschiedenen Waldlebensräumen auch ein kalkreiches Stillgewässer mit Armleuchteralgen sowie die Tierarten Kammmolch, Hirschkäfer und verschiedene Fledermausarten. Das Gebiet befindet sich im Besitz des Landes und wird durch die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) betreut. Der bei der Bevölkerung zur Naherholung beliebte Teich entstand aus einer ehemaligen Tongrube aus dem frühen 20. Jahrhundert. Nach Aufgabe der Nutzung entwickelte sich dort ein naturnahes, kalkreiches Stillgewässer. Der Lebensraum ist in Nieder-sachsen selten und insbesondere wegen seiner charakteristischen Armleuchteralgenvegetation für den Naturschutz von Bedeutung. Mittlerweile hat sich der Zustand des Gewässers verschlechtert, eine wachsende Schlammschicht am Grund ist entstanden und es riecht faulig. Dies beeinträchtigt die ökologischen Funktionen des Teichs und verschlechtert die Bedingungen für die Armleuchteralgen – seit einigen Jahren sind sie hier verschwunden. Die Beschattung des Gewässers soll durch Gehölzentnahme, vor allem am Südufer, reduziert werden. Außerdem werden ausgewählte Bäume mit stark überhängendem Laubwerk entfernt um den Eintrag von Biomasse zu reduzieren.
Absperrungen sollen beachtet werden
Zu entnehmende Bäume wurden gemeinsam von den Niedersächsischen Landesforsten und der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises ausgewählt und markiert. Besonders schützenswerte ältere Bäume sowie wertvolle Strukturen werden dabei berücksichtigt.Auch der gefährdete Kammmolch profitiert von der Maßnahme. Diese Amphibienart benötigt zur Fortpflanzung besonnte, möglichst fischfreie Stillgewässer mit strukturreicher Unterwasservegetation.Die Untere Natuzrschutzbehörde bittet um Verständnis, dass es während der Gehölzarbeiten aus Sicherheitsgründen zu vorübergehenden Sperrungen oder Einschränkungen auf den betroffenen Wegen kommen kann. Erholungssuchende werden gebeten, Absperrungen und Hinweise zu beachten und die aktuellen Arbeitsbereiche nicht zu betreten.
