Helmstedt. Der Helmstedter Kreistag hat sich konstituiert, Landrat Malte Schneider vereidigt

Viele neue Gesichter, alte Bekannte in neuer Funktion und zahlreiche interessierte Einwohnende: So trat nach der  Kommunalwahl im September und dem Ende der bisherigen Legislaturperiode der Helmstedter Kreistag am Mittwoch im Luthersaal zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Und, wie das so ist bei einem Neubeginn, der beginnt oft erst einmal damit, dem Vertrauten „tschüß“ zu sagen. In diesem Fall den zahlreichen Kreistagspolitiken, die mit herzlichen Dankesworten von Neu-Landrat Malte Schneider verabschiedet wurden. Stellvertretend für alle ausgeschiedenen Personen sei hier Gisela Dittmar von der SPD genannt, die sich 35 Jahre lang im Helmstedter Kreistag und in seinen Ausschüssen engagiert hat.Acht Parteien gehören dem neuen Kreistag an, stärkste Kraft ist die SPD mit 12 Sitzen. Vorsitzender ist mit Königslutters bisherigem Bürgermeister Alexander Hoppe einer derjenigen, die bislang in anderer kommunalpolitischer  Funktion bekannt waren. Die CDU bringt es auf 11 der insgesamt 42 Sitze, ihr Vorsitzender ist Wittich Schobert, zuvor Helmstedts langjähriger Bürgermeister.  Acht Personen sitzen für die AfD im Kreistag,  vier für die Grünen, zwei für die Linke, die neu gegründete Gruppe FDP/UWG/WGD bringt es zusammen auf fünf Sitze. 

Alter Landrat im Publikum

Bei der Wahl zum stellvertretenden Landrat wurden die bisherige Vorsitzende der CDU Stadtratsfunktion, Kathleen Radeck, und Jan Fricke gewählt. Fricke, der  diese Funktion schon in der vergangenen Wahperiode ausgeübt hat, mit  absoluter, Radeck mit großer Mehrheit.  Die kurzfristig anberaumte Gegenkandidatur von Tobias Stober (AfD) erhielt acht  Ja- und 30 Nein-Stimmen.  Der Vorschlag von Martin Klein (UWG) zur Wahl eines weiteren  (dritten) Stellvertretenden des Landrats für mehr Präsenz der Politik im Ladkreis,  hatte sich zuvor nicht durchsetzen können.Gleiches gilt für den Antrag von Lars Alt (Gruppenvorsitzender FDP/UWG/WGD) zur schnelleren verwaltungsseitigen Bearbeitung von Anfragen aus der Kommunalpolitik. Ein Wiedersehen im neuen Kreistag gab es mit einem der wohl aktivsten Helmstedter Einwohnenden und häufigem Gast der Sitzungen von Kommunalgremien, der sich unter anderem mit der Frage nach Schutzräumen an die Politik wandte. Und, apropos Einwohnende: Unter denen befand sich auch der bisherige Landrat Gerhard Radeck und verfolgte interessiert die konstituierende Sitzung und die feierliche Vereidigung seines Amtsnachfolgers Schneider.   

Kathrin Peter-Sohr
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Als Freie Redakteurin bereichert Kathrin Peter-Sohr das Team des HELMSTEDTER SONNTAG nicht nur schreibend, sondern zugleich "(be)lehrend": Als Volontärin eines früheren Helmstedter Anzeigenblattes zog sie aus in die große weite Welt. Nach über 20 Jahren als Lehrerin in Hamburg kehrte sie nun zu ihren beruflichen Wurzeln zurück nach Helmstedt. Sie erweckt sogar trockene Themen zu Leben und kennt sich mit Verwaltungsdeutsch bestens aus.