//Fast drei Millionen Euro für ein modernes Sportzentrum

Fast drei Millionen Euro für ein modernes Sportzentrum

Rottorf/Königslutter. Über die gute Nachricht aus Berlin haben sich in Königslutter viele gefreut: Das Sportzentrum in Rottorf wird seitens des Bundes mit 2,8 Millionen Euro gefördert, sodass dort unter anderem der erste Kunstrasenplatz im Landkreis Helmstedt entsteht.

Königslutters Bürgermeister Alexander Hoppe ist der Bundesebene sehr dankbar, dass dem Antrag zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ entsprochen worden ist und somit rund 2,8 Millionen Euro nach Königslutter  fließen werden. 186 kommunale Projekte werden bundesweit gefördert. Rund 1.300 Städte und Gemeinden hatten ihr Interesse bekundet. „Die gute Vorarbeit meiner Kollegen und die gute Zusammenarbeit mit unserem Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs haben sich ausgezahlt“, stellt Bürgermeister Alexander Hoppe begeistert fest.

SPD-Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs zeigt sich hoch erfreut: „Gemeinsam mit Alexander Hoppe und dem Kreissportbundvorsitzenden Jürgen Nitsche habe ich im September 2018 die Mehrzweckhalle und ihre Außenanlagen besichtigt. An dieser Stelle wurden intensive Gespräche geführt und ein entsprechender Antrag wurde im Dezember von der Stadt Königslutter eingereicht, nachdem der Rat grünes Licht für den Förderantrag gegeben hat. In Berlin habe ich mich in enger Abstimmung mit meinen Kollegen aus dem Haushaltsausschuss dafür eingesetzt, dass diese dringend benötigte Sanierung berücksichtigt wird. Damit kann ein tolles und wichtiges Projekt für die Stadt, aber auch für den Landkreis umgesetzt werden.“

Beeinträchtigungen im Dorfleben durch Sperrung der Halle haben bald ein Ende

Ortsbürgermeister Markus Jacobi und Jens Fust, Vorsitzender des TSV Rottorf/Groß Steinum, unterstreichen die Bedeutung des Sportzentrums für Rottorf, aber auch für das ganze Stadtgebiet. „Meine erste Amtshandlung als Ortsbürgermeister war es, die Nutzung der Halle für nichtsportliche Zwecke zu untersagen. Dies führte im Dorfleben zu erheblichen Beeinträchtigungen und natürlich Unverständnis für die seit 1975 genutzte Mehrzweckhalle. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt nicht nur eine Entscheidung für die längst fällige Sanierung der Mehrzweckhalle, sondern für die Entstehung eines echten Sportzentrums getroffen wurde. Wir haben in Rottorf nach dem erfolgreichen Projekt Feuerwehr nun das nächste Highlight hier ins Dorf bekommen. Dies ist eine wichtige Entscheidung für die Entwicklung der Stadt Königslutter. Mein Dank gilt allen Beteiligten in Rat und Verwaltung, die sich eingesetzt haben“, erläutert Jacobi. „Diese Nachricht hat uns positiv überrascht, damit haben wir nicht gerechnet. Umso erfreulicher ist die Entscheidung, den ersten Kunstrasenplatz des Kreises Helmstedt in Rottorf zu erstellen. Das wertet den Standort Königslutter mit seiner seit Jahren erfolgreichen Jugendarbeit im Fußball nochmals auf“, ergänzt Jens Fust.

Ein Glücksfall für den Landkreis und den Fußball

Für den Landkreis und den Fußball ist diese Zusage ein Glücksfall“, betont der KSB-Vorsitzende Jürgen Nitsche. Diese Finanzspritze sollte den Kommunen und Vereinen Mut für ihre eigenen Pläne machen, die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen voran zu treiben, wobei Nitsche auf das Förderprogramm des Landes verweist.

Der Präsident des Landessportbundes Niedersachsen, Professor Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, ist gleichfalls begeistert: „Das Vermächtnis der ehemaligen selbständigen Gemeinde Rottorf, das inzwischen seit rund 45 Jahren der Mittelpunkt des dörflichen und sportlichen Lebens ist, wird fit gemacht für die Zukunft. Das ist großartig. Dank an alle, die dazu beigetragen haben.“

Für den Kreisfußballverband Helmstedt überbrachte Hubert Wunsch die besten Glückwünsche. „Das ist eine tolle Motivation für alle Sportvereine, entsprechende Anträge zu stellen und das Ergebnis in Königslutter ist gut für den kreisweiten Leistungssport“, ist sich Wunsch sicher. Mit dem Bundesinstitut für Bau, Stadt und Raumforschung ist nun der formelle Zuwendungsantrag abzustimmen. Eine weitere Beschlussfassung durch den Rat der Stadt ist gleichfalls erforderlich. Dies alles wird – sobald sich der Fördermittelgeber gemeldet hat – vorbereitet.