In einer neuen Online-Serie geht der HELMSTEDTER SONNTAG Mythen rund um das Coronavirus auf den Grund.

Im zweiten Teil geht es um Treffen von Personen mehrerer Haushalte und die dazu gehörigen Regelungen im Land Niedersachsen.

Die kursierende Behauptung lautet: “Zwar gelten die Kontaktbeschränkungen weiter, aber nun dürfen sich bis zu zehn Personen verschiedener Haushalte treffen.”

Das ist nicht korrekt. Zumindest nicht in Niedersachsen. Dort hat man sich laut einer Protokollnotiz vom jungsten Gespräch der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin nämlich eindeutig dafür ausgesprochen, die bestehenden Regeln bis Ende Juni beizubehalten.

Das bedeutet: Wie bisher gilt die „Zwei-Haushaltsregel“ und leider auch das Verbot von Gruppenbildungen.

In den FAQs auf der Internetseite des Landes www.niedersachsen.de wird auch erklärt, warum daran festgehalten werden soll: “In Verbindung mit den Abstandsregeln waren diese Maßgaben, die uns leider alle im Miteinander einschränken, die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die positiven Entwicklungen im Infektionsgeschehen. Insofern wird hieran aktuell erstmal noch festgehalten, um die Vielzahl an weiteren Lockerungen zu ermöglichen.”

Gleiches gilt übrigens für die “eigenen vier Wände”: Auch hier bleibt das Prinzip der Kontaktminimierung bestehen, das heißt der Kreis, der sich treffenden Menschen zuhause soll zum eigenen Schutz und zum Schutz der Mitmenschen möglichst klein und idealerweise weitgehend gleichbleibend sein.

Lockerungen gibt es wiederum bei privaten Feiern: Die Teilnahme an Feiern aus Anlass einer Taufe, Erstkommunion, Firmung, Konfirmation, humanistische Jugendweihe, Bat Mizwa, Bar Mizwa und ähnlichen Feiern ist bis zu 20 Personen des engsten Familien- und Freundeskreises gestattet, unabhängig von den Hausständen. Dies gilt dann sowohl im Privatbereich als auch im Restaurant. Dort ist es auch möglich, sich an einen großen Tisch zu setzen – vorausgesetzt, der Wirt  lässt dies zu.

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit über 25 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor über 20 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.