///Ganz ohne Domkonzerte geht es nicht

Ganz ohne Domkonzerte geht es nicht

Königslutter. Wenn die Pandemie überhaupt etwas Positives hat, dann vielleicht die Erkenntnis, dass das Leben ohne Kultur sehr viel ärmer ist. Was vor ein paar Monaten noch selbstverständlich schien, ist heute beinahe zur Rarität geworden. Kulturelle Veranstaltungen – Lesungen, Konzerte und Feste – mussten in den vergangenen Monaten reihenweise abgesagt oder verschoben werden, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. So auch die Domkonzerte Königslutter.

“Das 40-jährige Bestehen des Festivals wollten wir besonders feiern, Corona hat uns einen Strich durch Rechnung gemacht”, sagt Bürgermeister Alexander Hoppe, Vorsitzender des Vereins Domkonzerte. Aber ganz ohne Domkonzert gehe es auch nicht, deshalb habe man sich zu einem Sonderkonzert entschlossen.

Am Sonanbend, 19. September 2020, um 18.30 Uhr präsentieren Christian Funke (Violine) und Stefan Altner (Orgel) im Dom ein einstündiges Programm. “Der Titel, eine Anlehnung an ein Zitat von Bach, sagt alles: Wir möchten unseren Gästen einen außergewöhnlichen Abend mit Werken von Bach, Mozart, Beethoven, Rameau und weiteren Komponisten bieten”, verspricht Thomas Krause, künstlerischer Leiter der Domkonzerte.

Eine vorherige Anmeldung ist Pflicht

Um allen Besuchern die größtmögliche Sicherheit zu gewähren, gelten die bekannten Hygieneregeln und die Gästezahl wird auf 80 Personen beschränkt. Wer dabei sein möchte, muss sich vorher per E-Mail bis spätestens Donnerstag, 17. September 2020, mit Angabe des Namens, der Adresse und einer Telefonnummer anmelden (kaiserdom@koenigslutter.de). Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Der Eintrittspreis  ist vor Ort zu entrichten.

 

Die Künstler

 

Der Violinist Christian Funke wurde in Dresden geboren, studierte an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden und setzte anschließend seine Studien am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium bei Igor Besrodny fort. Mehrfach war er Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Nach dem Examen wurde er als 1. Konzertmeister an die Staatskapelle Dresden engagiert. Anschließend wurde er 1. Konzertmeister des Gewandhausorchesters Leipzig; häufig trat er als Solist in den Konzerten des Gewandhausorchesters, aber auch bei anderen Orchestern und in Kammermusikabenden auf. 1986 wurde er Professor für Violine an die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Gegenwärtig hat er eine Honorarprofessur an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Seit 1987 ist er Leiter des Bachorchesters Leipzig. Zahlreiche Schallplattenaufnahmen zeugen von seiner Virtuosität und Interpretationskunst. Besonders zu erwähnen sind seine Konzerte mit Igor Oistrach.

Der Organist Stefan Altner wurde in Brandis bei Leipzig geboren, war von 1966 bis 1975 Mitglied des Thomanerchores Leipzig und absolvierte danach sein Studium an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Seine Lehrer waren Thomasorganist Prof. Hannes Kästner (Orgel), Prof. Dr. Herbert Sahling (Klavier) und Walter Heinz Bernstein (Generalbass und Cembalo). 1982 Abschluss des Studiums mit dem Diplom als A-Kirchenmusiker. Von 1984 bis 1993 lebte Stefan Altner in München und war Herausgeber von Chormusik, Generalbassliteratur und Publikationen zur Leipziger Musikgeschichte und vor allem zur Geschichte des Thomanerchores. Er war sieben Jahre als Geschäftsführer des Münchener Kammerorchesters tätig, war ständiger Cembalist der Barocksolisten der Münchner Philharmoniker.

Von 1993 bis 2019 war er Geschäftsführer des Thomanerchores Leipzig – 2005 Erstpromovend an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig zum Dr. phil.; Dissertation über ein Thema zur Geschichte des Thomanerchores. Zahlreiche Konzerte als Klavierbegleiter, im Klavier-Duo sowie Konzerte als Organist und Cembalist, solistisch und Kammermusikpartner u. a. in Deutschland, Europa, Japan, Südkorea, USA und Australien.