Helmstedt. Die Helmstedter Kreisverwaltung hat heute Vormittag Licht ins Dunkel gebracht und mitgeteilt, dass der Landkreis nicht als Hochinzidenzkommune eingestuft sei.

Tagelang war die Diskussion da: Als vergangenen Freitag im Landkreis Helmstedt erstmals der Inzidenzwert von 100 überschritten wurde, fragten sich bereits die Ersten, warum denn “alles, so wie immer” sei im Landkreis Helmstedt: Geschäfte können nach Terminvereinbarungen besucht werden, Kinder werden im “Szenario B” in Kita und Schule betreut, es gibt keine weitergehende Maskenpflicht an vielbesuchten Orten und vieles mehr.

Kann-Bestimmung in der Verordnung

In der aktuellen Landesverordnung heißt es allerdings, dass ein Landkreis dann nur Hochinzidenzkommune  erklärt werden KANN, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinander folgenden Tagen über dem Wert von 100 lag UND auch keine “Besserung” in Sicht sei. Genau auf diese Kann-Bestimmung greift der Landkreis Helmstedt jetzt zurück.

“Unterschreitung des Inzidenzwertes ist wahrscheinlich”

In einer Pressemitteilung hat er am heutigen Mittwochmorgen, 24. März 2021, geschrieben: “Nach eingehender Prüfung des aktuellen Infektionsgeschehens ist der Landkreis Helmstedt heute zu dem Ergebnis gekommen, dass die Überschreitung des Inzidenzwertes von 100 im Kreisgebiet nicht als dauerhaft anzusehen ist. Die Überschreitung des Grenzwertes ist überwiegend auf einige eingrenzbare Ausbruchsgeschehen zurückzuführen. Es wird davon ausgegangen, dass es in den nächsten Tagen zu keinen weiteren größeren Ausbrüchen kommen wird und somit die Unterschreitung des Inzidenzwertes von 100 mehr als wahrscheinlich ist, weil die Bürger im Landkreis Helmstedt mit ihrem vorbildlichen Hygieneverhalten enorm dazu beitragen. Aufgrund dieser Analyse wird hier noch nicht die Notwendigkeit gesehen, den Landkreis Helmstedt zu einer Hochinzidenzkommune zu erklären.”

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit über 25 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor über 20 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.