Bundeskanzlerin Angela Merkel hat  eine Erklärung abgegeben, in der sie einen Fehler einräumte. “Ein Fehler muss als Fehler benannt werden, gleichwohl muss ein Fehler korrigiert werden und wenn möglich muss dies noch rechtzeitig geschehen”, sagte sie unter anderem und entschuldigte sich in aller Form bei der Bevölkerung, die sie verunsichert habe.

In einer kurzfristigen Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten am heutigen Vormittag hatte Merkel demnach deutlich gemacht, dass die angekündigte “Oster-Ruhe”, wie sie Montagnacht verkündet worden war, rechtlich nicht möglich sei. “Die Idee eines Oster-Shutdowns war mit bester Absicht entworfen worden”, erklärt die Kanzlerin in diesen Minuten im deutschen Bundestag, wo sie den Abgeordneten Rede und Antwort steht.

Aufgrund der Tatsache, dass sich Deutschland mitten in der dritten Welle der Pandemie befinde und hochansteckende, tödlichere Mutationen in Umlauf sind, solle an den übrigen Montagnacht beschlossenen Regelungen festgehalten werden. Lediglich die “Oster-Ruhe” von Gründonnerstag, 1. April, an nahm Merkel  zurück. Sie trage für alles selbst die Verantwortung, so Merkel, die nicht nur die Bürger, sondern auch die Abgeordneten um Verzeihung bat.

Im Ergebnis bedeutet dies: der Gründonnerstag und der Karsonnabend sind keine Ruhetage, sondern “normale” Werktage gemäß der jeweils regionalen Beschränkungen. Aktuell bedeutet dies für den Landkreis Helmstedt, dass auch über Ostern alles so bleibt wie in den vergangenen Wochen, da die Kreisverwaltung gerade heute Morgen bekannt gegeben hat, dass der Kreis nicht als Hochinzidenzkommune eingestuft wurde. Das soll aber natürlich weiterhin im Auge behalten und täglich überprüft werden.

Chefredakteurin at | + posts

Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit über 25 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor über 20 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.