Helmstedt. Ein Corona-Schnelltest-Drive-In wird am Sonnabend, 17. April 2021, in Velpke sowie in Helmstedt eröffnet. In der Kreisstadt ist dieses das zweite Zentrum, in dem Bürger sich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können; zwei weitere sollen in den nächsten Wochen folgen.

Auf dem Schützenplatz in Velpke und auf dem Maschplatz in Helmstedt werden die Schnelltestzentren, die mit dem Auto durchfahren werden können am Sonnabend eröffnet. Initiiert wurden sie von der Braunschweiger Blome & Pillardy Event GmbH in Abstimmung mit den zuständigen Behörden der Stadt Helmstedt, der Samtgemeinde Velpke sowie des Landkreises Helmstedt.

Velpker Testzentrum richtet sich auch an Pendler

„Die Eröffnung des Drive-In-Konzeptes in Velpke ist wichtig – nicht nur für die Bürger der Samtgemeinde Velpke, sondern etwa auch diejenigen, die sich auf dem Weg nach Wolfsburg befinden, beispielsweise tägliche Berufspendler“, skizziert Felix Walzog, Projektleiter bei der Agentur Blome & Pillardy Event.

In Braunschweig und Peine hat das Unternehmen bereits erfolgreich Corona-Schnelltest Drive-In-Zentren an den Start gebracht, am Sonnabend geht es nunmehr zeitgleich in Velpke und Helmstedt los. Weitere Testzentren in der Region sind zudem in Planung.

Zu testende Personen bleiben einfach im Auto sitzen

Die Besonderheit an den Testzentren von Blome & Pillardy: Sie sind als „Drive-In“-Konzept angelegt. Walzog dazu: „Die zu testende Person kann einfach im Auto sitzen bleiben. Es ist somit nicht nur die schnellste Variante des Testens, sondern auch die sicherste.“ Keine Parkplatzsuche, kein Aussteigen, kein Gang in ein Gebäude – sondern ein kontaktloser Vorgang. „Der Test kommt zum Kunden, nicht umgekehrt.“ Hinzu kommt: Der Test ist für den Nutzer kostenfrei.

Aus Sicht der Städte und Landkreise sind die Corona-Schnelltest-Zentren nicht nur grundsätzlich essentiell, um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen. Mit Blick auf die zur Diskussion stehende Testpflicht für Mitarbeitende in Unternehmen sind die Zentren ein starkes Instrument, um Sicherheit mit Blick auf den Arbeitsalltag und Umgang mit Kollegen zu schaffen. Für die Tests auf dem Schützenplatz in Velpke und Helmstedt werden so genannte „POC-Antigentests“ mit einer hohen Aussagekraft verwendet, die indes vom Robert-Koch-Institut freigegeben sind. Bei einer Testung im neuen Corona-Schnelltest-Drive-In können sich die Kunden übrigens aussuchen, ob der notwendige Abstrich über die Nase oder den Rachen erfolgt. Damit werden auch den Personen passende Optionen angeboten, die etwa empfindlich auf die nasale Variante reagieren.

Terminbuchung über das Internet

Der Test selbst nimmt derweil nur wenige Minuten in Anspruch. „In rund fünf Minuten ist das Procedere vor Ort abgeschlossen“, fügt Walzog hinzu. Unter www.schnelltest-velpke.de und www.schnelltest-helmstedt.de sind die Termine für die Tests unkompliziert buchbar – wahlweise per Computer, Tablet oder Smartphone. Die Bestätigung der Terminbuchung erfolgt prompt. Vor Ort wird dann einfach ein Barcode vorgezeigt, der von den Kollegen eingescannt wird.

Ergebnis kann bequem online abgerufen werden

Spätestens nach 30 Minuten kann dann bereits das Testergebnis online abgerufen werden, das auch als PDF etwa zur Vorlage vor einem Einkauf oder einer Reise genutzt werden kann. „Natürlich wünschen wir uns, dass wir mit dem Corona-Schnelltest-Drive-In unseren Beitrag dazu leisten können, gemeinsam möglichst rasch in eine neue Normalität zurückzukehren“, so der Projektleiter. An beiden Standorten in Velpke und Helmstedt zusammen sind währenddessen mehrere hundert Testungen pro Tag möglich.

Etwaigen Bedenken oder Sorgen vor dem Test greift Walzog unmittelbar vor: „Unser Personal ist speziell geschult, die gesamte Maßnahme wird umfangreich medizinisch begleitet und ein eigener Hygienebeauftragter aus dem Kernteam der Agentur Blome & Pillardy Event steuert den medizinisch konformen Ablauf vor Ort.“ Das Konzept für die Corona-Schnelltest-Drive-In-Standorte ist außerdem in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden entstanden.

Die Agentur weist darauf hin, dass Bürger mit Wohnsitz in Deutschland laut aktueller Niedersächsischer Testverordnung zwar mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenfreien Corona Antigen-Test haben – „bei Bedarf und freien Terminen kann allerdings auch mehrmals wöchentlich ein Test stattfinden“.

Die Teilnahme an den Drive-In-Testzentren in Velpke und Helmstedt ist allen Fahrzeugen bis zur Größe von Kleintransportern möglich. Im Fahrzeug können derweil auch Beifahrer getestet werden – die dafür einen parallelen Zeitslot buchen müssen.

Übrigens: Auch per Motorrad oder Fahrrad kann ein Test stattfinden. Aus Sicherheitsgründen ist grundsätzlich ein Fahrzeug nötig, das zumindest auf dem Radweg am Verkehr teilnehmen kann.

Geöffnet sind die neuen Corona-Schnelltest-Drive-In-Konzepte auf dem Schützenplatz in Velpke und auf dem Maschplatz in Helmstedt ab dem 17. April 2021, die Betriebszeiten sind dann montags bis freitags von jeweils 8 bis 16 Uhr, sonnabends von 10 bis 16 Uhr.

Auf dem Bötschenberg und in der Emmerstedter Straße kommen zwei weitere Testzentren in die Stadt

Wie Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert ergänzend zu der Pressemitteilung der Eventfirma mitteilt, soll demnächst an vier Stellen in der Kreisstadt das Testen möglich sein. Recht bald kann demnach ein Testzentrum auf dem Helmstedter Bötschenberg hinzu kommen, für das sich der Helmstedter Sportverein aktuell in Abstimmung mit dem DRK stark macht.

Außerdem möchte der DM-Markt in der Emmerstedter Straße gemäß seiner bundesweiten Aktion auch in Helmstedt ein Schnelltestzentrum auf dem Parkplatz vor dem Drogeriemarkt anbieten. Die Abstimmungen mit der Stadt liefen, so Schobert. Er freut sich, dass mit den vier Testzentren – das vierte stellt das bereits einige Wochen in Betrieb befindliche Testzentrum am Hallenbad dar, das vom DRK betrieben wird – quasi jede “Ecke” der Stadt “abgedeckt” werden kann.

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit über 25 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor über 20 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.