Schöningen. Die Feuerwehr Schöningen musste in dieser Woche mehrmals ausrücken, um Feuer zu löschen. In einem Fall konnte eine Täterin gefasst werden.

Am Mittwoch, 11. Mai, wurde die Feuerwehr gegen 3.20 Uhr zu einem Feuer in die Hötensleber Straße alarmiert. An einer Hauswand brannte ein Sperrmüllhaufen und drohte die Fenster zu beschädigen. Da die starke Rauchentwicklung in das Gebäude ausbreitete, ließ der Einsatzleiter zur Sicherheit die Bewohner evakuieren. Sechs Personen wurden durch Einsatzkräfte ins Freie gebracht und dort durch den Rettungsdienst kurz gesichtet. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Im Anschluss wurde die Wohneinheit nochmals kontrolliert damit die Mieter wieder in ihre Wohnungen konnten. Die Einsatzstelle wurde dann der Polizei übergeben. Im Rahmen der Ermittlungen konnte eine Frau aus Schöningenals Täterin ermittelt werden. Sie stand erheblich unter Alkoholeinfluss und wurde zunächst zur Verhinderung weiterer Straftaten dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt. Die Frau zeigte sich in ihrer Vernehmung bei der Polizei geständig. Im Anschluss wurde die Schöningerin in eine Spezialklinik eingewiesen.

Personenrettung auf dem Goetheplatz 

Gegen 14.30 Uhr rückte die Feuerwehr am selben Tag zu einer Personenrettung aus. Auf dem Goetheplatz in Schöningen hatten Passanten eine starke Rauchentwicklung auf einem Balkon bemerkt. Paralell zum Notruf informierten sie die Bewohner des Mietshauses. Die Feuerwehr schickte einen Trupp unter schwerem Atemschutz in das Mehrparteienhaus, der brennenden Unrat auf dem Balkon feststellte. Umgehend wurden Löschmaßnahmen eingeleitet. Um eine Verrauchung innerhalb der Wohnung zu verhindern, wurde ein mobiler Rauchschutzvorhang eingesetzt. Nachdem Feuer gelöscht war, konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren Schöningen, Esbeck und Hoiersdorf, zwei Rettungswagen des Landkreises Helmstedt sowie der Rettungshubschrauber Christoph 30. Dieser kam zum Einsatz, da der Notarzt des Landkreises bereits anderswo im Einsatz war.

Zusammenhang zu anderem Brand?

Am Abend des Mittwochs rückten die Feuerwehren dann zu einer Brandbekämpfung aus. In der Hötensleber Straße wurde ein Schwelbrand in einem Holzfußboden gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte eine Rauchentwicklung in einer leerstehenden Wohnung festgestellt werden. Bewohner des Hauses konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Trupp ging zur Erkundung unter schweren Atemschutz in die betroffene Wohnung. Der Schwelbrand konnte schnell mittels einem C-Rohr gelöscht werden. Die Räumlichkeiten wurden noch belüftet und im Anschluss wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben. Die teilt dazu mit, dass es sich um eine vorsätzliche Brandstiftung gehandelt habe. Die Brandermittler haben ihre Untersuchungen bezüglich der Tatzeit und der Tatumstände aufgenommen. Inwieweit es einen Zusammenhang zu dem Brand in der Nacht zu Mittwoch, ebenfalls in der Hötensleber Straße gibt, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Wolfsburg unter der Telefonnummer 05361/ 46460 zu melden.

 

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Natalie Reckardt, geboren 1999 in Schönebeck (Elbe), ist das Küken in der Redaktion des HELMSTEDTER SONNTAG und steckt mitten in ihrem Volontariat. Die Danndorferin ist eine leidenschaftliche Sportschützin mit einer kleinen Abneigung gegenüber (Führerschein-)Prüfungen. Sie schreibt unheimlich gerne die Fleischerseite des HELMSTEDTER SONNTAG.