Helmstedt/Könisglutter. Können Container das Problem mit der Raumnot an drei Schulen in Helmstedt und Königslutter lösen? 

Die gemeinsame Nutzung des Schulstandortes Stadtkirche in Königslutter (wir berichteten) soll zum Schuljahr 2027/28 enden, das scheint inzwischen festzustehen. Im Ergebnis, berichten betroffene Eltern,  sei seitens des Landkreises keine Alternative zur Kündigung des Mietverhältnisses mit den „Untermietern“ von der Driebe-Grundschule gesehen worden. Eine Entscheidung, die vom Elternrat der Helmstedter Wichernsschule ausdrücklich begrüßt werde, wie dessen Vorsitzende Jasmin Winkler dem HELMSTEDTER SONNTAG am Montag  in einer E-Mail mitteilte.  Hintergrund für das Ende dessen, was die Change-org-Petition zahlreicher engagierter Eltern als „gelebte Inklusion“ erhalten wollte und trotz geänderter Sachlage noch immer will, sind, ganz nüchtern betrachtet, die gestiegenen Schülerzahlen an allen drei betroffenen Schulen. Raumnot herrscht nicht nur an der Königslutteraner Driebe-Grundschule in der gleichnamigen Straße, auch am Hauptstandort der Wichern-Förderschule am Langen Steinweg in Helmstedt ist es beengt. Gleiches gilt für die seit diesem Schuljahr dort ebenfalls untergebrachte Hauptschule. 

„Container-Lösung“ gegen die Raumnot?

Alternative Räumlichkeiten, das ergab ein Gespräch zwischen Eltern sowie Vertretenden von Politik und Verwaltung am Montag in Königslutter, gibt es derzeit in beiden Städten nicht. Was aber bedeutet das für den seit Start der Petition kontrovers diskutierten Wunsch nach Fortsetzung der gemeinsamen Schulnutzung von Förder- und Grundschulkindern? Enttäuschung, aber auch ein bisschen Hoffnung gibt es nach dem Gespräch in Königslutter auf Seiten der für die Fortsetzung des „Zusammenbleibens“  Engagierten. Nachdem sich die meisten der am Montag diskutierten Ideen als nicht umsetzbar erwiesen haben, das geht aus einem dem HELMSTEDTER SONNTAG vorliegenden Gesprächsprotokoll einer Elternvertreterin der Driebe-Grundschule hervor, habe der Dialog zwischen den Beteiligten  immerhin bewirkt, dass die unterschiedliche Perspektiven besser verstanden und  Missverständnisse ausgeräumt werden konnten. Ob die derzeit angedachte Container-Lösung langfristig doch noch dazu führen könnte, beide Schulzweige  wieder gemeinsam unterzubringen, ist jedoch fraglich. Diese Option soll nun zunächst zwischen den betroffenen Schulleitungen von Driebe-Grundschule und Wichernschule diskutiert werden. Politik und Verwaltung, das betonen die Befürwortenden der Gemeinschaftslösung, hätten sich im Gespräch grundsätzlich offen für ihren Wunsch gezeigt. Das nächste politische Gremium, das sich mit dem Thema auseinandersetzen wird, ist der Schulausschuss der Stadt Königslutter, der am Dienstag, 2. Juni 2026, seine Sitzung im kleinen Saal des Rathauses haben wird.

Kathrin Peter-Sohr
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Als Freie Redakteurin bereichert Kathrin Peter-Sohr das Team des HELMSTEDTER SONNTAG nicht nur schreibend, sondern zugleich "(be)lehrend": Als Volontärin eines früheren Helmstedter Anzeigenblattes zog sie aus in die große weite Welt. Nach über 20 Jahren als Lehrerin in Hamburg kehrte sie nun zu ihren beruflichen Wurzeln zurück nach Helmstedt. Sie erweckt sogar trockene Themen zu Leben und kennt sich mit Verwaltungsdeutsch bestens aus.