Offleben. Offlebener Ortsrat beschließt Antrag – die Bedenken werden erst genommen.

Dem ambitionierten Ziel, im Helmstedter Ortsteil ein Nachtfahrverbot für LKW zu erwirken, ist der Offlebener Ortsrat womöglich ein Stück näher gekommen. Die Antragstellerin und stellvertretende Ortsbürgermeisterin Anne Stein (CDU) berichtet zumindest von „zufriedenstellenden“ Schritten: Zwar unterstrich die Helmstedter Stadtverwaltung in der Ortsratssitzung, dass der Wunsch „sehr hoch angesetzt“ sei, aber sie versprach zugleich eine Prüfung. Nach dem positiven Beschluss des Antrags blieben dessen Unterstützer nicht untätig. Sie holten sowohl den Landkreis Helmstedt als auch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalts ins Boot, da das hohe Verkehrsaufkommen insbesondere auf der langfristigen Sperrung der Bundesstraße 245a zwischen Hohnsleben im Landkreis Helmstedt und Barneberg im Landkreis Börde basiert. Anne Stein freut sich, dass die Ordnungsabteilung des Landkreises Helmstedt direkt Unterstützung zusicherte: Sie will in Offleben ein Verkehrszählgerät aufstellen, mit dem erfasst werden kann, wann welche Fahrzeuge durch den Ort fahren. „Damit ist ein erster Schritt gemacht“, ist sich Anne Stein sicher, die auf eine Auswertung der Messungen nach den Sommerferien hofft. Dass der Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner der Hauptverkehrsstraßen in Offleben, LKW nachts die Durchfahrt zu verbieten, nicht einfach umzusetzen sein würde, war allen von vornherein klar. Entsprechend sind sie glücklich, dass ihre Kritik von allen Ebenen ernst genommen wird. 

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit 30 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor 25 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.