//“Montags in Dresden” – was geschah und geschieht

“Montags in Dresden” – was geschah und geschieht

Marienborn. Es war eine friedliche Revolution, die Deutschland 1989 erlebte und die am 9 November 1989 mit der Öffnung der Mauer ihren Höhepunkt fand.

30 Jahre ist es inzwischen her, dass Menschen in der DDR – vor allem in Dresden – auf die Straßen gingen und für ein vereintes Deutschland demonstrierten und am Ende erfolgreich waren.

Heute ist es ein Protest gegen die Islamierung des Abendlandes

Inzwischen gibt es wieder Montagsdemonstrationen in Dresden, allerdings anderer Couleur. Nunmehr gehen „Patriotische Europäer gegen die Islamierung des Abendlandes“ auf die Straße. Die Regisseurin Sabine Michel hat den Dokumentarfilm „Montags in Dresden“ gedreht, in dem sie der Frage auf den Grund gehen will, was die Menschen in Ostdeutschland zu den verschiedensten Demonstratoonen antreibt. Sie wollte wissen, was diese Menschen antreibt und was sie ablehnen. Deshalb hat Michael drei Akteure ein Jahr lang begleitet und so ist der Film entstanden.

„Montags in Dresden“ gibt Einblicke in die Protestmotive, in den Alltag und die persönlichen Haltungen der Protagonisten zwischen Aufbegehren, Abwehr und Radikalisierung. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn hat den Dokumentarfilm im Rahmen des 30-jährigen Mauerfalljubiläums ins Programm aufgenommen, um über das Thema zu diskutieren. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt wird der Film am Montag, 18. März 2019, um 17 Uhr im Kulturzentrum Moritzhof in Magdeburg, Moritzplatz 1, gezeigt und anschließend mit der Regisseurin sowie David Begrich vom Verein „Miteinander“ diskutiert. Der Eintritt zu diesem Podium „Bürgerproteste in Deutschlan“ ist frei.

Damals wurde gegen staatliche Willkür protestiert

Ansonsten ist noch bis zum 31. März 2019 in der Gedenkstätte in Marienborn die Sonderausstellung „Herbst 1989 in Magdeburg“ aufgebaut. Die Ausstellung bietet eine Chronologie der regionalen Ereignisse im Herbst des Jahres 1989. Sie erinnert an den Mut der Magdeburger, die trotz zahlreicher Drohungen und dem gewaltsamen Vorgehen von Volkspolizei und Staatssicherheit friedlich gegen Unfreiheit und staatliche Willkür protestierten.