//Für sechs Afghanen endete eine lange Reise in Helmstedt

Für sechs Afghanen endete eine lange Reise in Helmstedt

Helmstedt. Für sechs Afghanen endete am 29. April 2019 eine lange Reise vorläufig bei dem Zollamt Helmstedt.

Der außergewöhnliche Vorfall begann gegen Mittag mit einem völlig  alltäglichen Vorgang: Ein Fernfahrer kam ins Zollamt Helmstedt, legte ordnungsgemäß Papiere für Waren vor, die er aus der Türkei einführen wollte. Die Papiere zeigten, dass der Laderaum des Lastwagens in Istanbul mit einer Zollplombe versiegelt wurde und vollständig verschlossen über die Grenze in die Europäische Union fuhr. Um zu prüfen, ob der Laderaum seitdem verbotener Weise geöffnet wurde und der Wagen tatsächlich nur die angemeldeten Waren enthielt, untersuchte ein Zöllner in Helmstedt zuerst die unbeschädigte türkische Zollplombe.

Aus dem Inneren klopfte es zurück

Als er Geräusche aus dem Innenraum hörte, klopfte er den Laster ab. Als aber plötzlich das Klopfen von innen erwidert wurde, war klar, dass nicht nur Kartons mit Textilien geladen sein konnten.

Nachdem der Laderaum daraufhin zusammen mit der Polizei geöffnet wurde, traf man auf sechs junge Männer aus Afghanistan. “Da der Laderaum versiegelt war, gehen wir davon aus, dass sich die Personen mindestens seit Istanbul hinter den Kartons versteckt haben”, erklärt Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig. Die weiteren Ermittlungen liegen jedoch in der Zuständigkeit der Polizei, da der Zoll grundsätzlich nur für den grenzüberschreitenden Warenverkehr zuständig ist.

2018 wurde auch ein blinder Passagier gefunden

Bereits im vergangenen Jahr kam es zu einem ähnlichen Fall bei dem Zollamt Helmstedt, als sich ein blinder Passagier in einem
verplombten Lastwagen aus Großbritannien versteckt hatte.

Von |2019-04-02T12:34:24+00:0002/04/2019|Kategorien|Tags: , , , , , , , |