//Schöninger Jahresempfang: Positive Zeichen für die Zukunft

Schöninger Jahresempfang: Positive Zeichen für die Zukunft

Schöningen. Zum Jahresempfang hatte die Stadt Schöningen ins Schloss eingeladen. Dr. Alexander Goebel, Leiter des Helmstedter Regionalmanagements hielt einen Festvortrag zum Thema Zukunft des Reviers.

Von Veränderungen sprach Schöningens Bürgermeister Henry Bäsecke im Rahmen seiner Begrüßung zum Jahresempfang 2019 der Stadt Schöningen. Veränderungen, die es beim paläon geben werde, Veränderungen, die auch die kommenden Haushalte der Stadt mit sich bringen würden, da öffentliche Mittel nichtmehr so ausreichend zur Verfügung ständen, wie früher. “Wenn wir die Stadards dennoch erhalten wollen, muss ein Umdenken stattfinden”, so Bäsecke. Ein Umdenken, das Zukunftsgerichtet sei. Damit leitete der Bürgermeister der ältesten Stadt im Braunschweiger Land über zum Festredner des Abends, Dr. Alexander Goebel. Goebel ist Geschäftsführer des Helmstedter Regionalmanagements (HRM) und forderte den Schöningern ab, einen Schritt in die Zukunft zu wagen. Griff zunächst aber auch auf die Ist-Situation zurück, um zu verdeutlichen, warum etwas passieren müsse.

Kohleausstieg hat zu Verunsicherung geführt

Alexander Goebel wies zunächst auf die strukturellen Probleme hin: “Das Bruttoinlandsprodukt im Landkreis Helmstedt beträgt nur etwa 50 Prozent des Bundesdurchschnitts. Angesichts dessen, wiegt der Kohleausstieg hier zweimal so schwer, wie anderswo.” Denn schon auf dem Weg hin zum Kohleaus seien tausende Arbeitsplätze in der Region weggefallen. “Das hinterlässt ein großes Maß an Verunsicherung”, so der HRM-Geschäftsführer.

Dann spielte Goebel eine Karte nach der anderen aus, stellte die aktuellen Förderprogramme dar, verwies auf den Breitbandausbau, die Gründung des Regionalmanagements, den Startschuss für ein Gründerzentrum und schloss mit der kreisweiten, gemeinsamen Wirtschaftsförderung, bevor er beim Projekt “Unternehmen Revier” inne hielt. Dieses sei ein großes und positives Zeichen gewesen, dass man Seitens des Bundes entsendet hätte. Und dass sich das Land Niedersachsen für das Helmstedter Revier eingesetzt habe, sei bezeichnend. Es sei das Ergbnis, vieler Akteure, die gemeinsam an einem Strang gezogen hätten, denn nur so könne es gelingen, den Strukturwandel in Angriff zu nehmen.

Dies seien auch überzeugende Punkte gewesen, die Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann bei seinem Revierbesuch aus Helmstedt mitgenommen habe. Nämlich, das Wissenschaft und Wirtschaft mit der Politik gemeinsam an einem Strang ziehen wollen. Goebel erhoffe sich, dass in nicht allzuferner Zukunft die Helmstedter Region zu einer Modellregion für den ländlichen vernetzten Raum und für Mobilität der Zukunft werde. Der Aufbau einer 5G-Region Braunschweig-Helmstedt-Wolfsburg könne ein Schlüssel dazu sein.

“Die Verwaltung kann aber immer nur die Weichen stellen”, mahnte Alexander Goebel. Die Umsetzung, dafür seien wirtschaftliche Unternehmen wichtig. “Unser primäres Ziel also muss es sein, eine Unternehmer- und Gründungskultur im Landkreis zu etablieren.” Mittelständische Unternehmen sollten dabei ebenso Förderung erfahren, wie neue Gründungen. Das sei letztlich der Schlüssel zum Ziel, dass der Landkreis Helmstedt mit dem Helmstedter Revier zu einer der aufstrebenden Regionen in Niedersachsen wird.

Wassermaid für Heinz Renner

Im Anschluss an die Rede Goebels wurde noch, wie in jedem Jahr, die Schöninger Wassermaid als Ehrenzeichen für bürgerschaftliches Engagement vergeben. In diesem Jahr wurde der Vorsitzende von Union Schöningen, Heinz Renner, für seinen Einsatz im Bereich des Sportes damit ausgezeichnet. 25-järhige Vorstandsarbeit, parallel die Betreuung des Kindergarten-Fußballturniers und der Mini-Sportabzeichen seien eigentlich nur die Spitze des Eisberges, zählte Schöningens Bürgermeister Henry Bäsecke während der Laudatio auf.
Mehr zur Ehrung von Heinz Renner gibt es in der Print-Ausgabe.