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Großkontrolle zur Prävention

Helmstedt. Die Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt war am Dienstag, 26. März 2019, zwischen 12 und 20 Uhr in den Städten Wolfsburg, Helmstedt und dem Landkreis Helmstedt mit Kontrollen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität präsent.


„Verstärkte polizeiliche Kontrollen sind ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen Wohnungseinbruchsdiebstähle. Zudem können Sie als Bürger durch aufmerksames Verhalten und Hinweise an die Polizei unsere täglichen Bemühungen dabei wesentlich unterstützen“, so Thomas Figge, Sprecher der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt.

Auch Drogenspürhunde waren im Einsatz

Bei zum Teil stark windigem und regnerischem Wetter kontrollierten insgesamt 80 Beamte aus Wolfsburg und Helmstedt in mobilen und stationären Kontrollen Fahrzeuge und deren Fahrzeugführer. Unterstützt wurden sie bei ihren Kontrollen durch Dokumentenprüfer, einem Drogenspürhund, Beamte der Bereitschaftspolizei, sowie sechzehn Kollegen vom Hauptzollamt Braunschweig.
So waren der Herzbergweg in Mörse, die B 188 und Helmstedter Straße in Vorsfelde, die Berliner Heerstraße Straße, nahe der
Anschlussstelle Braunschweig-Ost bei Wendhausen, und die Bundesstraße 1, Magdeburger Warte in Helmstedt, als Kontrollorte betroffen. „Die Autofahrer zeigten sich sehr verständnisvoll für diese Maßnahmen und die damit verbundenen kurzen Zeitverluste“, so Gesamteinsatzleiterin Polizeikommissarin Jennifer Behrens.

Polnischer Pkw konnte erst nach einer Verfolgung gestoppt werden

Zum Beispiel fiel um 19.10 Uhr dem Anhalte-Kommando in Helmstedt ein Pkw auf, welcher sich etwa 100 Meter vor der Kontrollstelle mittels Wendemanöver der Kontrolle entziehen will. Der polnische Pkw konnte nach kurzer Verfolgung gestoppt und kontrolliert werden. Bei dem aus Polen stammenden Fahrer und Beifahrer werden größere Summen an Bargeld aufgefunden, die aus Autoverkäufen stammen sollen. Auch wenn die beiden Fahrzeuginsassen keinen Nachweis dafür erbringen konnten, wurden sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Schwarzarbeit wurde auch überprüft

Durch die Mitarbeiter der Zollbehörde – Finanzkontrolle Schwarzarbeit –  wurden im Rahmen der Kontrollen 134 Arbeitnehmer überprüft. Diese sind 85 Firmen aus unterschiedlichen Branchen zuzuordnen.
Die Antworten der festgestellten Arbeitnehmer deuteten darauf hin, dass in zehn Fällen der Mindestlohn von den Arbeitgebern nicht gezahlt wird. In 22 Fällen stehen zudem die Arbeitgeber im Verdacht, den Arbeitnehmern und den Trägern der Sozialversicherung Arbeitsentgelt vorenthalten zu haben.
Aber nicht nur die Arbeitgeber stehen im Fokus der weiteren Ermittlungen: insgesamt 15 Arbeitnehmer scheinen neben ihrem Arbeitslohn zu Unrecht noch Sozialleistungen zu beziehen (Leistungsmissbrauch).  In neun Fällen konnten ausländische Arbeitnehmer den zur Berechtigung der Arbeitsaufnahme notwendigen Aufenthaltstitel nicht vorlegen.
In sechs Fällen besteht der Verdacht, dass die KFZ-Steuer nicht ordnungsgemäß entrichtet wurde. „In den einzelnen Fällen werden noch umfangreiche Ermittlungen folgen, da die Ergebnisse der Kontrolle nun mit den Daten der Arbeitgeber und den Sozialversicherungsträgern abgeglichen werden müssen“, so Jürgen Engler, Zollamtmann im Hauptzollamt Braunschweig.  Thomas Figge, Sprecher der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt ergänzt: „Wir wissen, dass jeder Einbruch einen Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen darstellt, und zum Teil schwere psychische Folgen für die Betroffenen hinterlassen kann. Daher wird für die Polizei die Einbruchskriminalität weiterhin oberste Priorität haben und die Senkung der Fallzahlen angestrebtes Ziel sein. Die Polizei und ihre Netzwerkpartner werden auch weiterhin Kontrollen im Inspektionsbereich durchführen und bittet die Bevölkerung darum, sich auf diese Kontrollmaßnahmen einzustellen.“