Diesmal geht es um die Behauptung: Moderne Haushaltsgeräte sind qualitativ schlechter und weniger langlebig als diejenigen aus Großmutters Zeiten.

Befragt man dazu die Generation 50-plus ist die Antwort eindeutig. Ja, egal, auf welche Produktpalette sich die Behauptung auch beziehen mag – von Waschmaschinen über Trockner bis hin zum Ofen, Spülmaschinen oder gar dem Fernseher -, Elektrogeräte hielten früher über mehrere Jahrzehnte oder waren gar Anschaffungen für‘s Leben. Hingegen scheint das Verfallsdatum von moderneren, neu gekauften Geräten auf maximal zehn Jahre beschränkt. Ist das eine Frage des Anschaffungspreises oder lässt sich die These „moderne Qualität gleich kurzweilige Lebensdauer“ per se auf alle Elektrogeräte anwenden?

Um diese Frage zu beantworten, sprach die Redaktion des HELMSTEDTER SONNTAG mit den Mitarbeitern eines Elektrofachgeschäfts aus der Helmstedter Innenstadt. Auch dort wurde die Behauptung bejaht, allerdings mit der Einschränkung, dass sowohl Qualität als auch allgemeine Produktlebensdauer vom Betreiber abhängig seien. Sprich, allgemein sei davon auszugehen, dass ein hoher Anschaffungspreis mit einer langen und zuverlässigen Funktionsdauer einherginge.

Grundsätzlich aber seien neuwertigere Produkte anfälliger für Störungen und auch Reparaturen seien bei Weitem nicht mehr so unkompliziert und schnell zu beheben wie bei älteren Elektroprodukten, weshalb eine Neuanschaffung  in den meisten Fällen sinnvoller als eine Reparatur sei.

Woran das liegt? Unternehmen sparen in erster Linie an den Produktionskosten. Geräte, die früher aus Metall bestanden, werden heute beispielsweise aus Plastik hergestellt.  Hinzu kommt die Komplexität der Funktion, die die einfache Handhabung ähnlicher Produkte  von noch vor wenigen Jahrzehnten weit übersteigt. Und während früher jeder selbst sein Produkt mit einem Schraubenzieher bewaffnet reparieren konnte, muss heutzutage selbst der Fachmann mit einem Computer die mögliche Fehlerquelle auslesen. Doch auch die Kaufmentalität der Konsumenten hat sich im Laufe der Jahre stark geändert, betonen die Experten: Kunden wünschen ein Produkt auf dem neues-ten technischen Stand, nicht selten spielt die Energieffizienz eine große Rolle bei der Kaufentscheidung. Eine Spülmaschine eines deutschen Herstellers kann noch so langlebig sein; auf dem Stand von vor 30 Jahren werden aber weitaus mehr Wassermengen pro Spülgang verbraucht als bei neueren Geräten.

Doch für das Leben kaufen wollen die meisten Menschen gar nicht mehr. Erst recht nicht, wenn der Anschaffungspreis weniger langlebigen Produkten gegenüber über dem Doppelten liegt. Flexibilität – auch eine finanzielle – schlägt eindeutig eine langfristige Sicherheit. Letztendlich entscheidet immer noch der Kunde, so die Fachangestellten. Und der hat bei der stets ansteigenden Produktauswahl die Qual der Wahl, welchen Kriterien er Gewichtung schenkt.

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Hallo, ich bin Stephan und ich habe eigentlich kein Ahnung, was ich hier schreiben soll.