Helmstedt. Seit Sonnabend mussten die Feuerwehren im Kreisgebiet mehrfach ausrücken, um Flächenbrände zu löschen.

Ungewöhnlich häufig hatten die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Helmstedt in den vergangenen Tagen Flächenbrände zu löschen. Am vergangenen Wochenende galt es gleich drei Flächen- und Waldbrände innerhalb von 25 Stunden in Königslutter zu bekämpfen. Den Anfang machte am vergangenen Sonnabend ein Feuer am Findlingsgarten, wo Grünschnitt brannte. Am Sonntag folgte der zweite Einsatz, weil „In den Fuhren“ in der Nähe von Ochsendorf eine rund zehn Quadratmeter große Fläche, 800 Meter tief im Wald brannte. Besonders herausfordernd war der dritte Einsatz am Sonntagabend, bei dem das Feuer bereits auf den Wald übergriff. Diesmal brannte es zwischen Uhry und Ochsendorf auf einer Fläche von etwa 40 mal 50 Metern. In allen drei Fällen konnte durch schnelles, beherztes und fachkundiges Eingreifen der Feuerwehrleute Schlimmeres verhindert werden. Aber damit nicht genug für die ehrenamtlichen Kräfte im Lutteraner Stadtgebiet. Bereits am Montagabend erhielten die Wehren erneut einen Alarm zu einem Waldbrand bei Uhry. Ein örtlicher Landwirt half den Feuerwehren. Mit seinem Frontlader schob und verteilte er das Brandgut, sodass verborgene Glutnes-ter freigelegt und gezielt abgelöscht werden konnten. Bei diesem Einsatz mussten zwei Kiefern kontrolliert gefällt werden, um ein Ausbreiten des Feuers über die Baumkronen zu verhindern. 

Viele Wehren waren beteiligt

Am Dienstagabend ging es dann wieder nach Ochsendorf, wo auf einem Feld nahe des Waldes Strohballen brannten. An der Bekämpfung beteiligten sich besonders viele Feuerwehren: Einsatzkräfte kamen aus Königslutter, Ochsendorf, Lelm, Beienrode, Klein Steimke, Boimstorf, Bornum, Groß Steinum, Groß Twülpstedt, Mariental, Räbke, Warberg, Emmerstedt und Büddenstedt. Wieder wurde „schweres Gerät“ eingesetzt, um das Stroh mit einem Frontlader auseinanderzuziehen. Mittwochfrüh um 3.30 Uhr, nur eine Stunde, nachdem der Einsatz in Ochsendorf beendet war, verlagerte sich das Einsatzgeschehen an die B1 zwischen Süpplingen und Helmstedt: 200 Quadratmeter Fläche, Buschwerk und Bäume brannten. Auch hier war das Können der Feuerwehrleute wieder entscheidend: Durch ihr sofortiges Einschreiten verhinderten sie eine Ausbreitung des Feuers, konnten die Brände vollständig löschen und es wurde niemand verletzt. Inzwischen hat sich – zunächst für die Brände im Gebiet Königslutter – die Polizei eingeschaltet. Sie geht von einem Zusammenhang aus und ermittelt nun wegen Brandstiftung. Deshalb rufen die Ermittler der Polizei Helmstedt-Wolfsburg Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zur Entstehung der Brände geben können oder an den jeweiligen Örtlichkeiten auffällig Personen beobachtet haben, dazu auf, sich unter der Rufnummer 05361/46460 zu melden.

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit 30 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor 25 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.