Es geht um die Behauptung, dass eingelagerte Kleidung im Schrank anfängt zu “gammeln”.

von Katja Weber-Diedrich

Der ein oder andere Leser hat das vielleicht auch schon einmal erlebt: Frisch aus der Dusche freut man sich über den kuscheligen Pullover, der den Körper warm halten und zugleich schick kleiden soll. Aber was stinkt denn da bloß so? Es ist das Kleidungsstück, das längere Zeit ein Dasein im dunklen Schrank gefristet hat, weil der Winter gerade erst beginnt. Oder anders herum: Die Temperaturen steigen und es soll zum T-Shirt gegriffen werden. Aber das riecht nun muffig und hat schlimmstenfalls sogar noch gelbe Flecken, obwohl es frisch gewaschen „eingelagert“ wurde.In der Rubrik „Ist das wirklich so?“ geht es in dieser Woche um die Frage, ob ungenutzte Kleidung im Kleiderschrank anfangen kann zu stinken oder gar zu gammeln.

Muffiger Geruch kann mehrere Ursachsen haben

Beim „Saisonwechsel“ im Kleiderschrank kann es durchaus vorkommen, dass die Wäsche schlecht riecht. Ursachen dafür können vielfältig sein. Zum Beispiel nimmt die Kleidung, die länger eingelagert wird, den Geruch ihrer Umgebung an: Wird sie in einen muffeligen Schrank verbannt, riecht sie nach kurzer Zeit ebenfalls so.Aber auch beim Waschen vor dem „Einlagern“ können kleine Fehler dazu führen, dass die Kleidung nach einigen Wochen gammelt. Wer den Schrank neu sortiert, die Wintersachen „einmotten“ möchte, kann mit ein paar kleinen Kniffen verhindern, dass diese Kleidung schimmelt oder zu müffeln anfängt.

Tipps für die richtige Lagerung

Wäsche, die verstaut werden soll, sollte vorher mit wenig Waschmittel und ohne Weichspüler in einem Programm gewaschen werden, das oft durchspült. So werden alle Seifenreste herausgespült, die ansonsten gelbe Flecken verursachen könnten. Am Besten ist zudem, die Wäsche dann an der frischen Luft zu trocknen. Und auf jeden Fall muss sie vollständig getrocknet sein, bevor sie im Schrank nach ganz hinten befördert wird. Denn feuchte Wäsche führt zu schlechtem Geruch und Schimmelflecken sowie schlimmstenfalls sogar zur Verbreitung von Milben und Insekten. Auf das ohnehin von Vielen als lästig empfundene Bügeln kann und soll sogar verzichtet werden. Denn auch durch das Bügeln können bei Kleidung, die länger im Schrank bleiben soll, gelbe Flecken auftreten.Dafür sollten Jacken, Mäntel, Hemden und ähnliches einzeln auf einem Kleiderbügel, am besten aus Holz, gelagert werden, damit sie nicht „aus der Form“ geraten. Damit muffiger Geruch keine Chance hat, können einzelne Kleidungsstücke in Baumwoll- oder Leinenbeuteln gelagert werden und auch das kleine Stoffsäckchen, mit Lavendel oder ähnlichem gefüllt, sorgt für Wohlgeruch im Schrank.

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Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit über 25 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor über 20 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.