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Über Katja Weber-Diedrich

Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit über 25 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor über 20 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.

Der ,,Freedom Day” steht kurz bevor – Ist das wirklich so?

von Katja Weber-Diedrich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es ins Gespräch gebracht und von einer „Ampel“-Regierung würde es wohl unterstützt: Am 25. November könnte die so genannte epidemische Lage in Deutschland, die seit März 2020 gilt, auslaufen. Ist es wirklich so, dass dann auch alle Verordnungen von Bund- und Länderseite hinfällig werden? Könnten dann im wahrs-ten Sinne des Wortes alle Masken fallen? Bei der Tagesschau sagte der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, Andreas Gassen, zu Beginn der Woche: „Der ‚Freedom Day‘ rückt also schrittweise näher“, nachdem Spahn ein Auslaufen der epidemischen Lage Ende November ins Spiel gebracht hatte. Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) halte auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, den möglichen Schritt für unproblematisch, weil er im Herbst und Winter nicht mehr mit vergleichbar hohen Corona-Patientenzahlen rechne wie in vorherigen Zeiten. Allerdings gibt es auch gegensätzliche Meinungen. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, etwa nannte es laut Nachrichtenagentur dpa „gefährlich“, die epidemische Lage aufzuheben, weil die Pandemie nicht vorbei sei. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte ebenso davor, wie die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Christine Falk. Im Vergleich zur Impfquote seien die Infektionszahlen in Deutschland noch immer zu hoch. Die dpa ergänzte, dass die Ankündigung die epidemische Lage nationaler Tragweite auslaufen lassen zu [...]

Der digitale Impfausweis gilt nur ein Jahr – Ist das wirklich so?

von Katja Weber-Diedrich Das Bundesgesundheitsministerium ist seit der Corona-Pandemie in sozialen Netzwerken recht aktiv und gibt den Usern Tipps, wie sie mit den Verordnungen umgehen oder warum sie sich impfen lassen sollten. Kürzlich wurde ein kleines Aufklärungsvideo veröffentlicht, das einige verwundert haben dürfte. „Der digitale Impfnachweis, weist ein Ablaufdatum aus“, wurde darin bekannt gegeben. Ist das wirklich so? Und: Hat damit auch der Impfschutz ein „Ablaufdatum“? Das Bundesgesundheitsministerium klärt direkt in der Beschreibung zum Video auf, dass sich das Ablaufdatum des digitalen Nachweises nicht auf die Gültigkeit des Impfschutzes bezieht. Aber warum läuft der digitale Pass, der beispielsweise in der Corona-WarnApp oder der CovPass-App eingestellt werden kann, dann ab? Es handelt sich lediglich um ein technisches Ablaufdatum. Ein Jahr nachdem das digitale Impfzertifikat erstellt wurde, wird es ungültig - der Impftermin ist uninteressant. Auf der Internetseite infektionsschutz.de heißt es ergänzend: „Das digitale Impfzertifikat hat vorerst eine Gültigkeitsdauer von zwölf Monaten. Je nach beobachteter Wirkungsdauer der Impfstoffe soll dieser Zeitraum angepasst, beziehungsweise eine Auffrischimpfung angeboten werden.“ Die Gültigkeitsdauer wurde auf ein Jahr beschränkt, weil im Moment noch keine gesicherten Daten über die Länge des Impfschutzes vorlägen, hatten auch die „Stuttgarter Nachrichten“ vom Bundesgesundheitsministerium erfahren. Und von Seiten der Europäischen Kommission heißt es, dass das COVID-Zertifikat der EU [...]

Von |2021-10-18T10:07:14+02:0018/10/2021|Kategorien|Tags: , , , |

Antikörper gelten nicht als Immunisierung – Ist das wirklich so?

Der Frust bei Kathrin Wachs und Lutz Flemming ist hin und wieder groß. Besonders dann, wenn das Paar als echter Außenseiter gilt.  […]

Polizei sucht Zeugen zu einem Übergriff

Helmstedt. Einer elfjährigen Teilnehmerin des Laufes um die Wälle in Helmstedt wurde am Sonnabendnachmittag, 2. Oktober 2021, von einem Unbekannten die Startnummer entrissen. Zuvor hatte der Mann das geschockte Mädchen an den Arm und den Hals gegriffen. Die Polizei sucht Zeugen. […]

Monatsthema August: Journalismus im Wandel der Zeit

Im Monatsthema August geht es um Journalismus im Wandel der Zeit. Teil I: Vom rasenden Reporter zur Lügenpresse?! - Von der Schreibmaschine zum E-Paper: Das Monatsthema im August beschäftigt sich mit dem „Journalismus im Wandel der Zeit“ (erschienen am 1. August 2021) Bei Demonstrationen der Pegida oder der Querdenker, in unfreien Staaten, in den von Präsident Trump regierten Vereinigten Staaten oder jüngst bei der Berichterstattung über die Flutkatastrophe in Deutschland - Journalisten auf der ganzen Welt stehen immer wieder im Kreuzfeuer, werden nicht nur kritisiert, sondern auch verletzt oder eingesperrt. Und manchmal sogar getötet, wie jüngst in den Niederlanden, wo der Kriminalreporter Peter R. de Vries niedergeschossen wurde und an den Folgen seiner Verletzungen starb. Ist Journalist ein lebensgefährlicher Beruf? „Quatsch“, mag man darauf direkt antworten, weil lebensbedrohende Vorfälle zu selten passieren, als dass sie als gefährlich für alle Medienschaffenden angesehen werden könnten. Aber ist das nicht zu kurz gedacht? Erinnern wir uns einmal an den terroristischen Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ oder an die weltweit Aufsehen erregende Inhaftierung des Journalisten Deniz Yücel in der Türkei, um nur zwei Beispiele zu nennen. Und auch hierzulande ist in den vergangenen anderthalb Jahren deutlich geworden, dass Angriffe auf Journalisten zunehmen: Das Europäische  Zentrum für Presse- [...]

9/11: Die Anschläge sind nicht auf al-Qaida zurückzuführen, sondern auf die US-Regierung – Ist das wirklich so?

von Katja Weber-Diedrich „9/11“ ist ein feststehender Begriff geworden und jeder weiß eigentlich, was damit gemeint ist: Gestern jährten sich die Anschläge auf die USA vom 11. September 2001 zum 20. Mal.  3.000 Menschenleben wurden bei diesen Gewaltakten gefordert; die Auswirkungen waren über Jahre hinaus spürbar: Allein der vom seinerzeitigen US-Präsidenten George W. Bush ausgerufene „Krieg gegen den Terror“ beherrschte bis vor Kurzem die internationalen Beziehungen. Auch zwei Jahrzehnte nach den Terroranschlägen bestehen noch zahlreiche Verschwörungstheorien und Mythen. Insbesondere auf das World Trade Center bezogen glauben viele auch nach 20 Jahren beispielsweise daran, dass die Zwillingstürme in New York nur durch hineinfliegende  Flugzeuge nicht hätten einstürzen können. Sie seien vielmehr gesprengt worden... Überhaupt glauben viele, dass die Terroranschläge von Mitgliedern der Regierung der USA -  Geheimdienstmitarbeiter, Neokonservative, Juden oder Geheimzirkel - begangen worden seien. Die Regierung sei Täter, Auftraggeber, Planer und Nutznießer der Anschläge gewesen. Zensur oder Selbstzensur der westlichen Massenmedien verhindere, dass die eigentlichen Täter aufgedeckt würden. Ist das wirklich so?  Truther liefern jede Menge alternative Erklärungen Wie die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) auf ihrer Internet-seite schreibt, gibt es in den USA sogar eine „Truther“-Bewegung, in der zahlreiche Menschen „alternative Erklärungen“ für die Terroranschläge auf das World Trade Center haben. Die Truther [...]

Alkoholfreie Getränke enthalten keinen Tropfen Alkohol – Ist das wirklich so?

von Katja Weber-Diedrich Ein Glas Sekt zum Geburtstag oder zur Hochzeit, ein Feierabendbier mit den Freunden oder ein Glas Wein zum romantischen Dinner: Viele Menschen genehmigen sich für den besonderen Genuss ab und an ein alkoholisches Getränk. Doch für Schwangere, Autofahrer oder Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen, ist Alkohol keine Option. Viele verzichten auch bewusst auf Alkohol. Sie finden mittlerweile ein großes Angebot an so genannten alkoholfreien Alternativen. Aber ist es wirklich so, dass alkoholfreie Getränke ohne Bedenken konsumiert werden können? Leider nein. Denn auch in ihnen ist  häufig Alkohol enthalten. Jonathan Pfund, Produktmanager für Wein & Spirituosen bei -„vomFASS“, informiert über die Hintergründe. Wann gilt ein Getränk als „alkoholfrei“? Hersteller dürfen Getränke wie Bier, Sekt oder Wein als alkoholfrei bezeichnen, wenn ihr Alkoholgehalt unter 0,5 Volumenprozent liegt. Diese alkoholarmen Getränke haben keine berauschende Wirkung. Auch nach drei Flaschen alkoholfreiem Bier pro Stunde ist es noch erlaubt, mit dem Auto zu fahren. „Einige Menschen sollten trotzdem vorsichtig sein“, warnt Jonathan Pfund. „Aufgrund des Restalkohols sind alkoholfreie Getränke für Schwangere nur bedingt zu empfehlen. Kinder sollten besser komplett verzichten, da sie sich sonst schnell an den Geschmack gewöhnen können.“ Auch Fruchtsäfte enthalten Alkohol  Was viele überraschen dürfte: Auch Trauben- und Apfelsaft enthalten geringe [...]

Von |2021-09-21T13:28:38+02:0006/09/2021|Kategorien|Tags: , , , |

Mehr Krebsfälle im Landkreis Helmstedt wegen des Atommülls – Ist das wirklich so?

Es geht um die Behauptung, dass sich die Krebsfälle im Landkreis Helmstedt wegen des Atommülls häufen. von Katja Weber-Diedrich Aktuell kocht die „atompolitische Lage“ im Landkreis und der ganzen Region wieder besonders hoch, ist die Bundesregierung doch auf der Suche nach einem neuen Atommüll-Endlager, in dem die gefährlichen Stoffe über eine Million Jahre eingelagert werden können. Im Zusammenhang mit der Lage des Landkreises Helmstedt - zwischen der Asse im Westen und dem Endlager für radioaktive Abfälle in Morsleben (ERAM) im Osten - wird des Öfteren ein höheres Vorkommen an Krebserkrankungen vermutet. In manch einem Bekanntenkreis scheint jeder Zweite oder Dritte betroffen zu sein. Ist es wirklich so, dass es in der Region um Helmstedt mehr Krebserkrankungen gibt als anderswo? Obwohl die verschiedenen Gesundheitsinstitute umfangreiche Daten zur Verfügung stellen, gestaltet sich die Recherche zu diesem Thema sehr umfangreich. Die ausführlichsten Daten sind schlussendlich beim Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen (EKN) zu finden. Durch die Corona-Pandemie bestens bekannt wird dort auch auf Inzidenzwerte zurückgegriffen, um veranschaulichen zu können, wie das Verhältnis von Krebserkrankungen gegenüber der Bevölkerungszahl ist.  Nein, es ist nicht so: Landkreis im „Mittelmaß“   Wenngleich es bei einer Krebserkrankung eine Meldepflicht gibt, sind die Daten in diesem Bereich nicht so aktuell wie die zum Coronavirus. [...]

Von |2021-08-09T11:31:59+02:0009/08/2021|Kategorien|Tags: , , , |

Inzidenz über 10 – leichte Verschärfungen ab morgen

Helmstedt. Weil der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Inzidenzwert im Landkreis Helmstedt an drei aufeinanderfolgenden Tagen über zehn lag, treten ab morgen, 21. Juli 2021, leicht verschärfte Regelungen in Kraft. […]

Auf dem Dorf gelten andere Lärmschutzregeln als in der Stadt – Ist das wirklich so?

Ist es denn wirklich so, dass zu bestimmten Zeiten Stille herrschen soll und beispielsweise sonntags kein Rasen gemäht werden darf? Oftmals lautet die Auffassung dabei, dass doch „auf dem Dorf “ ein Auge zugedrückt werden könne und beispielsweise die Mittagsruhe nur in der Stadt eingehalten werden müsse. Auch um Nachbarschaftsstreitigkeiten zu verhindern, gibt es das Niedersächsische Lärmschutzgesetz, das der Geräteund Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) des Bundes entspricht. Niedersächsisches Gesetz macht Vorgaben Darin wird eine Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt. Die Verordnung normiert vor allem verschärfte Emissionsgrenzwerte für 57 Geräte- und Maschinenarten, die im Freien verwendet werden und vielfach zu erheblichen Belästigungen der Bevölkerung führen. Dazu gehören Baumaschinen, diverse Gartengeräte einschließlich Rasenmähern und Laubbläsern, Geräte der Stadtreinigung und Abfallbeseitigung bis hin zum Altglascontainer. In der BImSchV werden Betriebszeiten dieser Geräte und Maschinen geregelt. Sie dürfen an Sonn- und Feiertagen ganztägig sowie an Werktagen in der Zeit von 20 bis 7 Uhr in Wohngebieten nicht betrieben werden. „Für Freischneider, Grastrimmer, Laubbläser und ähnliches sind darüber hinaus weitere Ruhezeiten wie eine Mittagspause von 13 bis 15 Uhr vorgesehen“, schreibt das Land Niedersachsen auf seiner Homepage. Dort heißt es weiter: „In Niedersachsen können von den Gemeinden auf Grundlage des Niedersächsischen Gesetzes über Verordnungen der [...]

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