Über Katja Weber-Diedrich

Katja Weber-Diedrich, geboren 1976 in Helmstedt, ist seit 30 Jahren Lokaljournalistin durch und durch. Der Legende nach tippte die ehrenamtlich Engagierte vor 25 Jahren den ersten HELMSTEDTER SONNTAG an einer Bierzeltgarnitur. Sowohl die Tiefen der deutschen Grammatik als auch die Wirren der Helmstedter Politik sind der Chefredakteurin nicht fremd; ihr Markenzeichen sind ehrliche Kommentare und Hartnäckigkeit.

9/11: Die Anschläge sind nicht auf al-Qaida zurückzuführen, sondern auf die US-Regierung – Ist das wirklich so?

von Katja Weber-Diedrich „9/11“ ist ein feststehender Begriff geworden und jeder weiß eigentlich, was damit gemeint ist: Gestern jährten sich die Anschläge auf die USA vom 11. September 2001 zum 20. Mal.  3.000 Menschenleben wurden bei diesen Gewaltakten gefordert; die Auswirkungen waren über Jahre hinaus spürbar: Allein der vom seinerzeitigen US-Präsidenten George W. Bush ausgerufene „Krieg gegen den Terror“ beherrschte bis vor Kurzem die internationalen Beziehungen. Auch zwei Jahrzehnte nach den Terroranschlägen bestehen noch zahlreiche Verschwörungstheorien und Mythen. Insbesondere auf das World Trade Center bezogen glauben viele auch nach 20 Jahren beispielsweise daran, dass die Zwillingstürme in New York nur durch hineinfliegende  Flugzeuge nicht hätten einstürzen können. Sie seien vielmehr gesprengt worden... Überhaupt glauben viele, dass die Terroranschläge von Mitgliedern der Regierung der USA -  Geheimdienstmitarbeiter, Neokonservative, Juden oder Geheimzirkel - begangen worden seien. Die Regierung sei Täter, Auftraggeber, Planer und Nutznießer der Anschläge gewesen. Zensur oder Selbstzensur der westlichen Massenmedien verhindere, dass die eigentlichen Täter aufgedeckt würden. Ist das wirklich so?  Truther liefern jede Menge alternative Erklärungen Wie die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) auf ihrer Internet-seite schreibt, gibt es in den USA sogar eine „Truther“-Bewegung, in der zahlreiche Menschen „alternative Erklärungen“ für die Terroranschläge auf das World Trade Center haben. Die Truther [...]

Alkoholfreie Getränke enthalten keinen Tropfen Alkohol – Ist das wirklich so?

von Katja Weber-Diedrich Ein Glas Sekt zum Geburtstag oder zur Hochzeit, ein Feierabendbier mit den Freunden oder ein Glas Wein zum romantischen Dinner: Viele Menschen genehmigen sich für den besonderen Genuss ab und an ein alkoholisches Getränk. Doch für Schwangere, Autofahrer oder Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen, ist Alkohol keine Option. Viele verzichten auch bewusst auf Alkohol. Sie finden mittlerweile ein großes Angebot an so genannten alkoholfreien Alternativen. Aber ist es wirklich so, dass alkoholfreie Getränke ohne Bedenken konsumiert werden können? Leider nein. Denn auch in ihnen ist  häufig Alkohol enthalten. Jonathan Pfund, Produktmanager für Wein & Spirituosen bei -„vomFASS“, informiert über die Hintergründe. Wann gilt ein Getränk als „alkoholfrei“? Hersteller dürfen Getränke wie Bier, Sekt oder Wein als alkoholfrei bezeichnen, wenn ihr Alkoholgehalt unter 0,5 Volumenprozent liegt. Diese alkoholarmen Getränke haben keine berauschende Wirkung. Auch nach drei Flaschen alkoholfreiem Bier pro Stunde ist es noch erlaubt, mit dem Auto zu fahren. „Einige Menschen sollten trotzdem vorsichtig sein“, warnt Jonathan Pfund. „Aufgrund des Restalkohols sind alkoholfreie Getränke für Schwangere nur bedingt zu empfehlen. Kinder sollten besser komplett verzichten, da sie sich sonst schnell an den Geschmack gewöhnen können.“ Auch Fruchtsäfte enthalten Alkohol  Was viele überraschen dürfte: Auch Trauben- und Apfelsaft enthalten geringe [...]

Von Katja Weber-Diedrich|2021-09-21T13:28:38+02:0006/09/2021|Kategorien|Tags: , , , |

Mehr Krebsfälle im Landkreis Helmstedt wegen des Atommülls – Ist das wirklich so?

Es geht um die Behauptung, dass sich die Krebsfälle im Landkreis Helmstedt wegen des Atommülls häufen. von Katja Weber-Diedrich Aktuell kocht die „atompolitische Lage“ im Landkreis und der ganzen Region wieder besonders hoch, ist die Bundesregierung doch auf der Suche nach einem neuen Atommüll-Endlager, in dem die gefährlichen Stoffe über eine Million Jahre eingelagert werden können. Im Zusammenhang mit der Lage des Landkreises Helmstedt - zwischen der Asse im Westen und dem Endlager für radioaktive Abfälle in Morsleben (ERAM) im Osten - wird des Öfteren ein höheres Vorkommen an Krebserkrankungen vermutet. In manch einem Bekanntenkreis scheint jeder Zweite oder Dritte betroffen zu sein. Ist es wirklich so, dass es in der Region um Helmstedt mehr Krebserkrankungen gibt als anderswo? Obwohl die verschiedenen Gesundheitsinstitute umfangreiche Daten zur Verfügung stellen, gestaltet sich die Recherche zu diesem Thema sehr umfangreich. Die ausführlichsten Daten sind schlussendlich beim Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen (EKN) zu finden. Durch die Corona-Pandemie bestens bekannt wird dort auch auf Inzidenzwerte zurückgegriffen, um veranschaulichen zu können, wie das Verhältnis von Krebserkrankungen gegenüber der Bevölkerungszahl ist.  Nein, es ist nicht so: Landkreis im „Mittelmaß“   Wenngleich es bei einer Krebserkrankung eine Meldepflicht gibt, sind die Daten in diesem Bereich nicht so aktuell wie die zum Coronavirus. [...]

Von Katja Weber-Diedrich|2021-08-09T11:31:59+02:0009/08/2021|Kategorien|Tags: , , , |

Inzidenz über 10 – leichte Verschärfungen ab morgen

Helmstedt. Weil der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Inzidenzwert im Landkreis Helmstedt an drei aufeinanderfolgenden Tagen über zehn lag, treten ab morgen, 21. Juli 2021, leicht verschärfte Regelungen in Kraft. […]

Auf dem Dorf gelten andere Lärmschutzregeln als in der Stadt – Ist das wirklich so?

Ist es denn wirklich so, dass zu bestimmten Zeiten Stille herrschen soll und beispielsweise sonntags kein Rasen gemäht werden darf? Oftmals lautet die Auffassung dabei, dass doch „auf dem Dorf “ ein Auge zugedrückt werden könne und beispielsweise die Mittagsruhe nur in der Stadt eingehalten werden müsse. Auch um Nachbarschaftsstreitigkeiten zu verhindern, gibt es das Niedersächsische Lärmschutzgesetz, das der Geräteund Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) des Bundes entspricht. Niedersächsisches Gesetz macht Vorgaben Darin wird eine Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt. Die Verordnung normiert vor allem verschärfte Emissionsgrenzwerte für 57 Geräte- und Maschinenarten, die im Freien verwendet werden und vielfach zu erheblichen Belästigungen der Bevölkerung führen. Dazu gehören Baumaschinen, diverse Gartengeräte einschließlich Rasenmähern und Laubbläsern, Geräte der Stadtreinigung und Abfallbeseitigung bis hin zum Altglascontainer. In der BImSchV werden Betriebszeiten dieser Geräte und Maschinen geregelt. Sie dürfen an Sonn- und Feiertagen ganztägig sowie an Werktagen in der Zeit von 20 bis 7 Uhr in Wohngebieten nicht betrieben werden. „Für Freischneider, Grastrimmer, Laubbläser und ähnliches sind darüber hinaus weitere Ruhezeiten wie eine Mittagspause von 13 bis 15 Uhr vorgesehen“, schreibt das Land Niedersachsen auf seiner Homepage. Dort heißt es weiter: „In Niedersachsen können von den Gemeinden auf Grundlage des Niedersächsischen Gesetzes über Verordnungen der [...]

Im Waldbad geht die Post ab…

Helmstedt. In jüngster Zeit ist es verdammt ruhig geworden. Doch der Schicksalsberg inmitten von Mittelerde brodelt und spuckt Feuer. Wird ein weiterer Ring geschmiedet? Nein, es sind die Egomonsters… […]

Der „Pride Month“ ist nur wieder „so ein“ amerikanischer Brauch – Ist das wirklich so?

Regenbogen-Fahnen, extra Programme bei den Streamingdiensten, Solidaritätsbekundungen in vielen Bereichen. Der Juni ist klassischerweise der „Pride Month“.  Die 30 Tage des Monats werden genutzt, um für mehr Toleranz gegenüber der LGBTIQ-Szene (Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender, Intersex und Queers) zu werben. […]

Zecken sind die Fieslinge der Natur – Ist das wirklich so?

Mit dem Beginn der sonnigen Jahreszeit treibt es viele Menschen hinaus in die Natur. Waldspaziergänge, laue Sommerabende im Garten, Grillpartys mit der Familie – all das ließe sich noch viel besser genießen, wenn da nicht die lästigen Zecken wären. Die kleinen Krabbler nerven Mensch und Tier. Sie sind nicht nur lästig, sondern verursachen auch schwerwiegende Krankheiten. Aber ist das wirklich so? Um diese Frage geht es dieses Mal in der Reihe des HELMSTEDTER SONNTAG. […]

Das Monatsthema im Mai widmet sich der Suche nach Leben im Universum

Es geht auf die Suche nach Leben im Universum - Teil I, 2. Mai 2021: von Katja Weber-Diedrich Wir schreiben das Jahr 2076, die Erde hatte zwar unter dem Klimawandel massiv gelitten, sie hat sich aber wiederum relativ gut „erholt“, wenn auch mit einer dezimierten Tier- und Pflanzenwelt sowie Bevölkerungszahl.Die Polkappen waren so gut wie weggeschmolzen, viel Land wurde vom Meer verschlungen und gleichzeitig an zahlreichen Stellen ausgetrocknet. Dank umfangreicher Forschungen schon zu Beginn des 21. Jahrhunderts gelang es aber, Leben auch in unwirtlichen Regionen der Erde gedeihen zu lassen. Nun verdunkelt sich der Himmel über Europa und Asien, weil ein unbeschreiblich großes Raumschiff sich zeigt. Auf dem Roten Platz in Moskau landet ein Geschöpf, das jeder menschlichen Vorstellungskraft widerspricht. Es wird sofort stark beschossen, weil die Menschen fürchten, was sie nicht kennen. Darauf dreht die außerirdische Lebensform kurzerhand den Spieß um und zerstört die ganze Welt auf einen Schlag. Dies ist eine Science-Fiction-Erzählung wie es sie in ähnlicher Form in Hollywood unzählige Male gegeben hat und weiterhin geben wird. Fast 100 Jahre Filmgeschichte hat dieses Genre, das mit dem 1927 in Potsdam Babelsberg produzierten „Metropolis“ von Fritz Lang seinen cineastischen Auftakt feierte, auf dem Buckel. Enthält Science-Fiction ein [...]

Nach oben